516 Sprüche — Seite 10
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes
— Karl Julius Weber
Friede macht Reichtum, Reichtum macht Übermut, Übermut bringt Krieg, Krieg bringt Armut, Armut macht Demut, Demut macht wieder Frieden.
— Johann Geiler von Kayserberg
Es wird keiner arm, als der nicht rechnen kann.
Vermögen um den Preis der Gesundheit zu erwerben, heißt, sich die Füße abschneiden, um dafür ein paar Stiefel zu kaufen.
— Prentice Mulford
Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.
— Charles Haddon Spurgeon
Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich: Es verbietet allen Menschen unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen.
— Anatole France
Es ist besser, die Armen sitzen vor deiner Tür, als du vor ihrer.
Ich freue mich über dein Wort wie jemand, der einen wertvollen Schatz findet
Die Liebe zur Kunst hat noch niemanden reich gemacht.
— Peter Sirius
Pfennig ist Pfennigs Bruder.
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das
— Wilhelm Busch
Das Schicksal kann Reichtümer, doch nicht den Geist rauben.
— Seneca
Ihr gebt nur wenig, wenn ihr von eurem Besitz gebt. Erst wenn ihr von euch selber gebt, gebt ihr wahrhaft.
— Khalil Gibran
Die Gesundheit überwiegt allen äußeren Gütern so sehr, dass wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein kranker König
— Arthur Schopenhauer
Tausend und Abertausend Ströme fließen in das Meer, aber das Meer ist nie voll; und könnte der Mensch Stein zu Gold verwandeln, sein Herz ist nie zufrieden.
Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist in der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Mildtätige gibt sich reich, der Geizige nimmt sich arm.
Geld ist die Welt und die Welt ist Geld.
Der Besitz besitzt. Er macht die Menschen kaum unabhängiger.
— Friedrich Nietzsche