Sprüche über Reichtum
629 Sprüche — Seite 11
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie, zu Tisch setzen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der Reichtum ist wie der Mist. Angehäuft stinkt er. Über das Land hin verteilt, macht er die Erde fruchtbar.
Die Armut liesse sich rasch beseitigen, wenn sich die Wohlhabenden dadurch bereichern könnten.
— Emanuel Wertheimer
Der Geduldige hat allen Reichtum der Welt.
Nichts ist verführerischer und gleichzeitig trügerischer als Reichtum. Er lässt sich gleich schwer erwerben, erhalten, nutzen und verlieren.
Wenn die kleinen Münzen getreulich gehäuft werden, kommt ein Schatz zusammen.
Der Geduldige hat allen Reichtum der Welt
Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf
Alte Freunde sind wie alter Wein, er wird immer besser, und je älter man wird, desto mehr lernt man dieses unendliche Gut zu schätzen.
— Adalbert Stifter
Der Wege, sich zu bereichern, sind viele. Sparsamkeit ist einer der besten.
— Francis Bacon
Wer jetzt nicht reich ist, da der Sommer geht, wird immer warten und sich nie besitzen.
— Rainer Maria Rilke
Wer Söhne hat, bleibt nicht lange arm. Wer keine Söhne hat, bleibt nicht ewig reich.
Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.
— Franklin D. Roosevelt
Der Reichtum der Zukunft ist nicht Geld und Besitz, sondern Raum und Zeit
Vertrauen ist für alle Unternehmungen das große Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann
— Albert Schweitzer
Wovon ich Angst habe ist eine verzweifelte Unglücksseligkeit, die wahnwitzige Unruhe, die Geld mit sich bringt, die falsche Herablassung, den Neid.
— John Steinbeck
Lust und Liebe zu einem Ding macht die schwerste Arbeit gering
Was Ungeduld ist, kann nur der ermessen, der einen steinreichen kranken Erbonkel hat
— Mark Twain
Möge es nie einen Augenblick geben, in dem du dich deines Glaubens schämst. Aber mögest du viele Stunde erleben, in denen der Glaube dich zu einem reichen Mann macht.
Aller Besitz ist vom Schicksal geborgt.
— Seneca