516 Sprüche — Seite 5
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe, ich schwör's euch.
— Rainer Maria Rilke
Die sind die Reichsten, deren Vergnügen am wenigsten kosten.
— Henry David Thoreau
Einfluß auf Menschen ist mehr wert als Reichtum.
— Marquis de Vauvenargues
Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut.
— Laotse
Einzig um zu Besitz zu kommen bringt sich der Mensch durch Arbeit ins Grab
— Oscar Wilde
Zufriedenheit übertrifft Reichtum.
— Jean-Baptiste Molière
Je mehr ein Reicher und ein Aschenbecher ansammeln, desto schmutziger werden sie.
Das schönste Geschenk, das die Götter den Menschen verliehen, ist die Freundschaft. Mögen manche auch den Reichtum, die Macht, die Ehre oder die Gesundheit preisen, ich ziehe Freundschaft und Wei …
— Marcus Tullius Cicero
Die Kunst ist ein Luxus, den der Mensch braucht.
— Bertolt Brecht
Ein gesunder armer Mann ist schon ein halb reicher.
Der Reiche ist entweder selbst ein Gauner oder der Erbe eines Gauners.
— Hieronymus
Reichtum befriedigt nur die Armut und auch sie nur bis zu dem Augenblick, wo man sich daran gewöhnt hat.
— Alexander Puschkin
Wer vorher nicht reich gewesen, dem tut die Arbeit nicht wehe.
Der Geizhals bleibt im Tode karg: zehn Blicke wirft er auf den Sarg, und tausend wirft er mit Entsetzen nach den mit Angst verwahrten Schätzen.
— Christian Fürchtegott Gellert
Armut ist verhasst, Reichtum oft eine Last
Durch Ausnützung der Gelegenheit kann der Geringe und der Arme dem Vornehmen und Reichen überlegen werden und der Kleine und Schwache den Grossen und Starken bändigen.
— Lü Bu We
Solange der Künstler arbeitet, um ein reicher Mann zu werden, wird er immer ein armseliger Künstler bleiben.
— Michelangelo
Der Weise legt sich keinen Schatz zurück. Je mehr er gibt, desto mehr hat er.
Kapitalbildung muss durch Eigeninteresse angetrieben werden, man kann Vermögen nicht mit Wohlwollen anlocken.
— Walter Bagehot
Geld fährt auf hohen Schlitten, Armut muss zu Fuße gehn.