Sprüche über Reichtum
629 Sprüche — Seite 26
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
— Ludwig Marcuse
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
— Antoine de Rivarol
Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust läßt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.
— August Strindberg
Der Reiche hat nur zwei Löcher in der Nase, ebenso wie der Arme.
Ein gutes Buch ist mir ein wahrer Schatz - in Nöten dient es als Versatz.
— Johann Christoph Friedrich Haug
Es gibt nichts Häßlicheres als Reichtum ohne Tugend.
— Antoine de Rivarol
Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!
— Nicolas Chamfort
Kein Mensch ist so reich, dass er nicht seinen Nachbarn braucht.
Wenn zu rechter Zeit der Mensch fassen würde, welch süße Gabe der Schlaf ist, es würde keiner mehr ihn mutwillig auf das Nichtswürdigste verschleudern.
— Jeremias Gotthelf
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
— Joseph Joubert
Es gibt Tugenden, die man nur ausüben kann, wenn man reich ist
— Antoine de Rivarol
Das Wissen ist ein Schatz, aber dessen Ausübung ist der Schlüssel dazu.
— Thomas Fuller
Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.
— Moritz Heimann
Vergnügt sein, geht über Reichtum
Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.
— Nicolas Chamfort
Wer sich darauf versteht das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.
Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.
— Diogenes von Apollonia
Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt, ist Herr von einem unermesslichen Schatze.
— Friedrich Ludwig Jahn
Reichtum ist wie der Mist. Angehäuft stinkt er. Über das Land hin verteilt, macht er die Erde fruchtbar.
Besser ohne Abendessen zu Bette gehen als mit Schulden aufstehen