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Sprüche über Reichtum

629 Sprüche — Seite 27

Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.

Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.

  1. Freundlich abschlagen ist besser denn mit Unwillen geben.

  2. Wer akzeptiert, muss bezahlen.

  3. Adel, Tugend, Kunst sind ohne Geld umsunst.

  4. Mit anderer Sachen muss man behutsamer umgehen als mit seinen eigenen.

  5. Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat!

  6. Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeiffen.

  7. Die Armen helfen die Füchse fangen, die Reichen in den Pelzen prangen.

  8. Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche, wann er will.

  9. Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.

  10. Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.

  11. Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.

  12. Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär' an einer genug.

  13. Es ist hart, was Besseres riechen und was Schlechteres kriegen.

  14. Wer sein Bett verkauft, muss auf dem Stroh liegen.

  15. Geht es an die Steuer zum gemeinen Nutzen, so sucht jedermann den Bettelmantel hervor.

  16. Wenn der große Beutel kommt, so verwirft man den kleinen.

  17. So geht es in der Welt, der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.

  18. Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will.

  19. Wer nicht kann blechen der lasse das Zechen.

  20. Wer borgt ohne Bürgen und Pfand, dem sitzt ein Wurm im Verstand.