Sprüche über Reichtum
629 Sprüche — Seite 28
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Wer will verderben, der borge Geld und kaufe Erben.
Was du mit Gelde nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.
Alte Diener, Hund und Pferd sind bei Hof in gleichem Wert.
Leichter ein Dorf vertan als ein Haus erworben
Ein Edelstein gilt so viel, als ein reicher Narr dafür geben will
Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.
Wer sein eigner Herr kann sein, geh' keinen Dienst bei Herren ein.
E i n Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre
Das beste Einkommen ist Redlichkeit
Wer will wohl und selig sterben, lass sein Gut den rechten Erben
Viele Erben machen schmale Teile.
Wer einen Heller erbt, muss einen Taler bezahlen.
Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt!
Wenn nicht viel im Fass ist, kann man nicht viel daraus zapfen
Man soll nicht feilschen, was man nicht kaufen will
Gib nie das Fell, wo du mit der Wolle zahlen kannst
Selig sind die Rücksichtslosen, denn sie werden das Erdreich besitzen.
— Peter Hille
Gebet des Armen ist scheue Erbittung, der Reiche indessen wünscht eine Quittung.
— Emanuel Wertheimer
Wo ein schöner Fleck ist, da schmeißt der Teufel ein Kloster hin oder einen Edelmann
Was die Frau erspart, ist so gut, als was der Mann erwirbt