Sprüche über Reichtum
629 Sprüche — Seite 15
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Zufriedenheit mit seiner Lage ist der größte und sicherste Reichtum.
— Marcus Tullius Cicero
Glücklichsein ist mehr wert als Reichtum.
— John Steinbeck
Mit Geld kannst du die Götter bewegen, ohne Geld nicht einen Mann.
Leicht kommt man an das Bildermalen, doch schwer an Leute, die's bezahlen.
— Wilhelm Busch
Du mögest arm sein an Unglück und reich an Segen, langsam im Zorn, schnell in der Freundschaft. Doch ob arm oder reich, langsam oder schnell, nur das Glück sei dein Begleiter von heute an.
Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.
— Fjodor M. Dostojewski
Armut und Reichtum lassen sich nicht verbergen.
Der Staat sollte vorzüglich nur für die Ärmeren sorgen, die Reichen sorgen leider nur zu sehr für sich selbst.
— Johann Gottfried Seume
Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Oft sind die Bösen mit Reichtum beglückt und die Redlichen darben, doch wir segnen das Los, welches uns Darbenden fiel.
— Solon
Ruhe, das höchste Gut auf Erden, kommt sehr oft nur durch Einsamkeit in das Herz.
— Johann Georg Zimmermann
Die Phönizier haben das Geld erfunden. Warum bloß so wenig?!
— Johann Nepomuk Nestroy
Wer nicht den tiefen Sinn des Lebens im Herzen sucht, der sucht vergebens, kein Geist und wär er noch so reich, kommt einem edlen Herzen gleich.
— Friedrich von Bodenstedt
Einer hat's, der andere hat's gehabt, der Dritte hätte es gern.
Reich sind die, die wahre Freunde haben.
— Thomas Fuller
Je mehr es abwärts geht, je reicher wird das Leben.
— Friedrich Rückert
Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.
Es gibt jene, die wenig besitzen und alles geben. Das sind diejenigen, die an das Leben und den Überfluss des Lebens glauben, und ihre Hilfsquellen versiegen nie.
— Khalil Gibran
Sparen, das ist die goldene Mitte zwischen Geiz und Verschwendung
— Theodor Heuss
Ein Jahrmarkt ohne Hiebe, ein Jüngling ohne Liebe, ein Ehestand, der wohlbestellt, sind selt'ne Dinge in der Welt.
— Abraham a Sancta Clara