516 Sprüche — Seite 8
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Der Erde köstlichster Gewinn ist frohes Herz und reiner Sinn.
— Johann Gottfried Seume
Es gibt zählbare und fühlbare Reichtümer
— Else Pannek
Reich ist, wer so viel besitzt, dass er nichts mehr wünscht.
— Marcus Tullius Cicero
Ohne die bittere chinesische Coptis gegessen zu haben versteht man nicht, die Süße des Zuckers zu schätzen.
Reich macht dich nicht die Summe deiner Einkünfte - sondern die Summe der von dir gebrachten Opfer.
— Antoine de Saint-Exupéry
Reich ist, wer mit Freude leben kann.
— Else Pannek
Das Geld, das man besitzt ist das Mittel zur Freiheit - dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.
— Jean-Jacques Rousseau
Freundschaft ist ein Geschenk der Götter und die kostbarste Gabe für den Menschen.
— Benjamin Disraeli
Der eigentliche Sinn des Reichtums ist, freigiebig davon zu spenden.
— Blaise Pascal
Demnach würde zur Milderung des menschlichen Elends das Wirksamste die Verminderung, ja Aufhebung des Luxus sein.
— Arthur Schnitzler
Die Klarheit seines Innern ist für die Menschen das höchste Gut.
— Friedrich von Schiller
Dieses Land kann es sich nicht leisten, materiell reich und geistig arm zu sein.
— John F. Kennedy
Die Freude und die Schönheit ist kein Privilegium der Gelehrten, der Adeligen und der Reichen, sie ist ein heiliges Eigentum der Menschheit.
— Friedrich von Schlegel
Gesundheit geht über's Reichsein.
Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes
— Karl Julius Weber
Hab e i n e n Pfennig lieb wie vier, fehlt's Dir an Wein, so trinke Bier.
Wohlstand ist eine Grundlage, aber kein Leitbild für die Lebensgestaltung. Ihn zu bewahren ist noch schwerer, als ihn zu erwerben.
— Ludwig Erhard
Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.
Almosen, das von Herzen kommt, dem Geber wie dem Nehmer frommt.
Begeisterung ist alles! Gib einem Menschen alle Gaben der Erde und nimm ihm die Fähigkeit der Begeisterung, und du verdammst ihn zum ewigen Tod.
— Adolf von Wilbrandt