516 Sprüche — Seite 31
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Viel Kreuzer machen den Gulden.
Der gestohlene Pfennig gilt so viel als ein anderer.
Ein ersparter Pfennig ist zweimal verdient.
Wer den Pfennig nicht achtet, wird keines Gulden Herr.
Mit dem Pfennig fängt man an zu spielen.
Ein ungerechter Pfennig frißt zehn andere.
Böser Pfennig kommt allzeit wieder.
Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden schadet.
Es ist ein guter Pfennig, der einen Gulden erspart.
Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.
Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.
Wenn der Pfennig läutet, läuft jedermann zur Kirche.
Ein guter Hausvater muss drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig,Zehrpfennig und Notpfennig.
An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden gemünzt ist.
Zuviel ist bitter, und wenn es lauter Honig wäre.
Besser ohne Abendessen zu Bette gehen als mit Schulden aufstehen
Adel, Tugend, Kunst sind ohne Geld umsunst.
Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat!
Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche, wann er will.
Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.