Sprüche über Ärger
551 Sprüche — Seite 10
Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.
In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.
Ein bleierner Frieden ist besser als ein goldener Streit.
Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.
— Jean Paul
Mit dreckigem Wasser kann man sich nicht sauber waschen.
Es verrät Schwäche, bei kleinen Anlässen große Hebel in Bewegung zu setzen.
— Ernst von Feuchtersleben
Die Klugheit ist oft so lästig wie ein Nachtlicht im Schlafzimmer.
— Ludwig Börne
Besser einander beschimpfen als einander beschießen.
— Winston Churchill
Opfer müssen gebracht werden.
— Otto Lilienthal
Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.
— Immanuel Kant
Man ärgert sich nicht über Dinge, von denen man nichts weiß.
Trunkenheit erzeugt keine Fehler, sie deckt sie auf
Vergib stets deinen Feinden. Nichts ärgert sie so.
— Oscar Wilde
Man sollte weder Zeit noch Worte leichtsinnig verschwenden. Beides kann nicht wieder zurück genommen werden.
Wenn man nicht miteinander spricht, wird man sich feind.
Man ist unzufrieden, wenn jemand, dem man doch selber den Abschied gegeben hat, sich bald tröstet
— Otto Flake
Was uns den Weg verlegt, bringt uns voran.
Pünktlichkeit bei einer Verabredung hat nur den einen Nachteil, dass der andere ja nicht da ist, um sie zu würdigen.
— Franklin P. Jones
Wer seinen Zorn runterschluckt, hat ihn noch lange nicht verdaut.
— Sebastian Kneipp
Der Stein, den man gegen jemanden aufhebt, fällt einem auf die eigenen Füße.
Zur Beruhigung der Gemüter trägt angemessene Beschäftigung viel bei.
— Wilhelm von Humboldt
Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen. Mit Geschwüren, die man nicht kratzen kann, ist man am allerschlimmsten dran.