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Sprüche über Ärger

551 Sprüche — Seite 5

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

    Wilhelm Busch

  2. Wer mit Sorgen einschläft, kann genau so gut mit Hut und Mantel ins Bett gehen.

    Rainer Haak

  3. Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.

  4. Wenn Ärger im Menschen ist, so macht er selten das Klügste, sondern gewöhnlich das Dümmste.

    Jeremias Gotthelf

  5. Geht der Chef mit einem auffallenden Mangel an Mimik durch die Flure, braucht man keine psychologische Hochbegabung um schnell zu ahnen, dass man sich am besten unsichtbar macht.

    Christa Schyboll

  6. Wollen dich die Pechsträhnen nicht verlassen, dann dreh den Spieß um und verlass selbst die Pechsträhnen.

    Christa Schyboll

  7. Die Zunge stiftet manchen Streit, entzündet heft’gen Hass und Neid. Was wir Übles je vernommen, ist von der Zunge meist gekommen.

    Bernhard Freidank

  8. Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen.

    Victor-Marie Hugo

  9. Es ist menschlich, verärgert zu sein, aber es ist nicht recht, in diesem Ärger zu beharren.

    Vincent van Gogh

  10. Bricht ein Ring, so bricht die ganze Kette.

  11. Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.

    Robert Musil

  12. Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.

  13. Wer schlecken will, was ihm gefällt, der kommt nicht ohne Schmutz und Schwärze hinaus aus dieser bösen Welt.

    Wilhelm Busch

  14. Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst

    Voltaire

  15. Man flieht nicht, weil man Angst hat, sondern man hat Angst, weil man flieht.

    William James

  16. Ach, so lange Haß und Liebe, Furcht und Gier auf Erden schalten, werden sich der Menschheit Lose ähnlich oder gleich gestalten.

    Friedrich Wilhelm Weber

  17. Vergiss Kränkungen - aber vergiss Freundlichkeiten nie

  18. Der ärgste Feind ist in uns selber

  19. Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.

    Mark Aurel

  20. Liebe macht blind, aber nicht taub - daran ist schon manche hoffnungsvolle Beziehung gescheitert

    George Bernard Shaw