Sprüche über Ärger
551 Sprüche — Seite 4
Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.
In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.
Vergiss nie, was ein Mensch zu dir sagt, wenn er wütend ist.
— Henry Ward Beecher
Eigennutz ist die Klippe, an der jede Freundschaft zerschellt.
— Ludwig Tieck
Das Schlimme in der Liebe ist, dass Krieg und Frieden ständig wechseln.
— Horaz
Ein Tag voller Sorgen dauert länger als ein Monat Freude
Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …
— Friedrich Nietzsche
Habgier bedeutet, dass ein Mensch nach etwas trachtet, das er nicht besitzt. Neid hingegen bedeutet, dass er sich über das ärgert, was ein anderer besitzt
— Aristoteles
Das beste Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub.
— Seneca
Manchmal kommt's von allen Seiten. Du fragst: Warum? Bist ganz benommen. Doch du solltest nicht vergessen, dass auch wieder andere Tage kommen!
Ich ziehe es stets vor, von jedem Menschen das Beste anzunehmen - das erspart viel Verdruß.
— Rudyard Kipling
Hab Sonne im Herzen, ob's stürmt oder schneit, ob der Himmel voll Wolken, die Erde voll Streit. Hab Sonne im Herzen, es komm was mag, das leuchtet voll Licht dir den dunkelsten Tag.
— Cäsar Flaischlen
Ein Edelstein wird ohne Reiben nicht blank, eine Mensch ohne Prüfung nicht vollkommen.
Die Grausamkeit empört, aber die Dummheit entmutigt.
— Albert Camus
Willst du wissen, was dein Nachbar von dir denkt, so streite mit ihm.
Wer sich zu tief in den Dreck rein wagt, der bekommt die Schuhe voll.
Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten.
Wo Edles und Gemeines sich bekriegen, wird nur zu häufig das Gemeine siegen, weil ihm das schlechteste Mittel nicht zu schlecht ist, sein Ziel der Vorteil nur und nicht das Recht ist.
— Friedrich von Bodenstedt
Fröhlich ist, wer lacht und singt, auch wenn das Leben Sorgen bringt
Das Wort verwundet leichter als es heilt
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer sich ärgert, büßt die Sünden anderer Menschen
— Konrad Adenauer
Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.
— Wilhelm Busch