Sprüche über Essen
432 Sprüche — Seite 13
Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.
Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.
Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.
— Basilius von Caesarea
Der Magen ist der Kapellmeister, der das große Orchester unserer Leidenschaft regiert und in Tätigkeit versetzt
— Gioacchino Rossini
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung, sobald er schrie, bekam er Nahrung.
— Wilhelm Busch
Das reichste Mahl ist freudenleer, wenn nicht des Wirtes Zuspruch und Geschäftigkeit den Gästen zeigt, dass sie willkommen sind.
— Friedrich von Schiller
Aus der Blume, aus der die Biene Honig saugt, saugt die Spinne Gift.
Ein Ei geht in vierundzwanzig Stunden durch drei Leiber.
Je näher dem Bein, je süßer das Fleisch
Es wird kein Fresser geboren, er wird erzogen
Essen und Trinken - das steht für Freude am Leben.
— Helmut Kohl
Und ist auch noch so dünn der Tee, und tut dir irgendwo was weh - Rum, Rum, dann sind gleich alle Schmerzen stumm.
— Theodor Fontane
Frauen die schlecht kochen und welche kein gemütliches Heim zu schaffen vermögen, treiben ihren Mann aus dem Haus und dem Schnapsteufel in die Arme
— August Oetker
Ein Tag ohne Brot ist lang.
Liebe geht durch den Magen
Die Deutschen lieben Rheinwein. Er wird in schlanke Flaschen gefüllt und für ein gutes Getränk gehalten. Von Essig unterscheidet er sich durch das Etikett.
— Mark Twain
Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
— Albert Einstein
In der Jugend faul, im Alter Not leidend
Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen?
— Friedrich von Schiller
Krankheit läßt den Wert der Gesundheit erkennen. Das Böse den Wert des Guten, Hunger der Sättigung, Ermüdung den Wert der Ruhe.
— Heraklit von Ephesos
Die wichtigsten Dinge des Lebens spielen sich zwischen Anfang und Ende des Verdauungskanals ab.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Dem Kranken schmeckt selbst der Honig nicht, indessen der Gesunde auch noch Steine verzehrt.