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Sprüche über Essen

432 Sprüche — Seite 19

Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.

Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.

  1. Wer Erfahrung mit heißer Suppe hat, bläst auf Fischsalat.

  2. Ein Wirt beschwert sich nicht über den Appetit seiner Gäste.

  3. Selbst wenn der Koch eine Fliege kochen würde, würde er einen Flügel für sich behalten.

  4. Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.

  5. Ein Ochse vom Berg frißt nur das Gras vom Berg

  6. Der Geist verbraucht sich wie alle Dinge; die Kenntnisse sind seine Kost; sie nähren und verzehren ihn.

    Jean de la Bruyère

  7. Tabak ohne Kaffee ist wie ein Fürst ohne Pelz.

  8. Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.

  9. Liegt der Bauer unterm Tisch, war das Essen nimmer frisch!

  10. Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.

    Karl Julius Weber

  11. Hunger wandelt Bohnen in Mandeln.

  12. Wer vierzehn Tage verbummelt, muss drei Wochen hungern

  13. Auf Brautschau soll man in Küchen gehen und nicht in Zimmer

  14. Man muss langsam gehen, sagt das Chamäleon, so wird man schon etwas zu essen finden.

  15. Obwohl ich nicht täglich etwas zu essen habe, bin ich ziemlich fröhlich.

    Auguste Renoir

  16. Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.

    Adam Smith

  17. Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.

    Daniel Spitzer

  18. Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.

    Karl Maria von Weber

  19. Hier hängt eine Traube. Wer sie nicht erreichen kann, sagt: Sie ist sauer und unreif.

  20. Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.

    Jack London