Sprüche über Essen
432 Sprüche — Seite 14
Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.
Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.
Kommt ein Gast, dann bringe Wein und schlachte einen Hammel.
Seit der Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt soviel wie die Natur verlangt.
— Benjamin Franklin
Glück besteht aus einem hübschen Bankkonto, einer guten Köchin und einer tadellosen Verdauung.
— Jean-Jacques Rousseau
Wer zuviel ißt, fühlt sich nicht wohl. Wer zuviel redet, kann mit seinen Nachbarn nicht in Frieden leben.
Gesund bleiben kann man nur, wenn man isst und trinkt, was man nicht mag und tut, wozu man keine Lust hat.
— Mark Twain
Schön Fleisch ist schwer vor den Fliegen zu bewahren
Der Genuß schwerer Speisen beeinträchtigt das innere Gleichgewicht; man wird krank.
— Ferdinand Ebner
Ein guter Koch ist ein guter Arzt
Die besten Ärzte der Welt sind Dr. Essen, Dr. Ruhe und Dr. Fröhlich.
— Jonathan Swift
Eher muss man darauf achten, mit wem man isst und trinkt, als was man isst und trinkt
— Seneca
Wie hoch auch ein Vogel fliegen mag, seine Nahrung sucht er auf der Erde.
Iss mit deinem Freund, aber mach keine Geschäfte mit ihm!
Freunde wollen Wein und Fleisch, ein Ehegatte braucht Holz und Reis.
Das Leben läuft fast ab wie ein Bankett: Ich bin mittlerweile leider beim Käse angelangt, aber er schmeckt mir auch.
— Edvard Grieg
An kleinen Brunnen löscht man auch den Durst.
Lieber einen Darm im Leibe gesprengt, als dem Wirt einen Tropfen geschenkt.
Eier in der Pfanne geben Kuchen, aber keine Küken.
Aus gebratenen Eiern kommen keine Hühner.
Wo sechse essen, spürt man den siebenten nicht
Der Mensch bedarf des Lobes fast wie der Nahrung.
— Emanuel Wertheimer