Sprüche über Glauben
592 Sprüche — Seite 27
Religiöser Fanatismus schwächt zwar den Geist, verhärtet aber das Herz.
— Otto Weiss
Gott erscheint mir als das größte Abenteuer der Weltgeschichte. Seine kleinste Wirklichkeit ist größer als unsere kühnste Illusion.
— Jane Laura Addams
Wir werden alle von Gott gebraucht und manchesmal auch verbraucht.
— Ferdinand Ebner
Beten heißt seine ganze Existenz auf Gott konzentrieren
— Ferdinand Ebner
Die wahre Freude des Lebens, die sich im tiefsten Leid bewährt, ist die Freude darüber, dass Gott ist und dass der Mensch Gottes Kind ist.
— Ferdinand Ebner
Gott wird als Du oder Ich erlebt, je nachdem, wo das Bewusstseinszentrum ruht; doch wer ihn als Ich erlebt, erlebt ihn tiefer
— Graf Hermann Keyserling
Ist die Religion auch nur eine naive illusorische Weltanschauung, so ist sie doch eine Weltanschauung, durch die alle Dinge in einem höheren Zusammenhang betrachtet werden.
— Helene von Druskowitz
Gott dienen mit beständ'gem Sinn ist aller Weisheit Anbeginn.
— Bernhard Freidank
Wie groß auch eine Missetat, Gott dennoch größre Gnade hat.
— Bernhard Freidank
Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.
— Christian Dietrich Grabbe
Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Der unbedingte Unglaube im Punkte der Religion widerspricht dem natürlichen Gefühl des Menschen und versetzt seine Seele in einen trostlosen Zustand.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Wir können Gott mit dem Verstande suchen, aber finden können wir ihn nur mit dem Herzen.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Ein Herz ohne Leiden gleicht einer Welt ohne Offenbarung. Es sieht Gott nur im Dämmerlichte.
— Sebastian Faber
Jeder Tag ohne Liebe zu erweisen oder zu empfangen, ist ein verlorener in Gottes Reich.
— Theodor Toeche-Mittler
Ja, lerne zeitig begreifen, dass Dein ganzes Leben Dich vorbereiten muss, den Tod zu bestehen.
— Theodor Toeche-Mittler
Kein Gebet bleibt ohne Antwort.
— Heinrich Lhotzky
Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.
— Heinrich Lhotzky
Gott verlangt ja von keinem Menschen, dass er Unbewiesenes glaubt. Aber die göttlichen Beweise sind keine Denkergebnisse, sondern Geschichte und Wirklichkeit des Erlebens.
— Heinrich Lhotzky
Menschen zu helfen, ist doch der einzige Gottesdienst, den es gibt. Mit nichts kann der Mensch sonst Gott einen Dienst erweisen. Aber damit kann er's wirklich. Damit allein.
— Heinrich Lhotzky