50 Sprüche — Seite 13
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Schöne Blumen steh'n nicht lang am Wege.
Nicht alle Blumen taugen zum Sträußchen.
Wenn man den Brunnen verstopfen will, muss man die Quelle suchen.
Donner im Winterquartal bringt Eiszapfen ohne Zahl
Im Düstern maust die Katz am besten
Zwei Blumen sind dem Zufriedenen mehr, als dem Unzufriedenen ein ganzer Garten voll.
Je mehr die Maikäfer verzehren, je mehr wird die Ernte bescheren.
Märzenferkel, Märzenfohlen, alle Bauern haben wollen.
Einen bösen Ast soll man leiden des Baumes willen.
Krumme Bäume tragen so viel Obst als die geraden.
Große Bäume tragen mehr Schatten als Früchte.
Man muss um e i n e s Baumes willen nicht gleich den ganzen Wald ausrotten.
Ist die Blüte abgefallen, so haut man darum den Baum nicht um.
Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.
Wenn's dem Herrn Christus ins Grab regnet, gibt's einen trockenen Sommer.
Den Sommer schändet kein Donnerwetter
Im Düstern ist gut flüstern, aber nicht gut Flöhe fangen.
Wenn der Wind in einen Haufen Federn stößt, so sind sie bald zerstreut
Die Blume macht den Garten, nicht der Zaun
St. Ambrosius man Zwiebeln säen muss. (04. April)