50 Sprüche — Seite 5
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Kommt St. Lorenz mit heissem Hauch, füllt er dem Winzer Fass und Bauch. (10. August)
Ägidius Regen - kommt ungelegen. (01. Sept.)
Wie das Wetter um Ägidi tut, bleibt's den ganzen Monat. (01. Sept.)
Maitau macht grüne Au.
Barbara im weissen Kleid, verkündet gute Sommerzeit. (04. Dez.)
Kühler Mai - eine alte Regel - beschert viel Arbeit für Kelter und Flegel.
Zu Theres beginnt die Weinles'. (15. Okt.)
Am Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen.
Bleiben die Störche nach Bartholomä, so kommt ein Winter, der tut nicht weh. (24. August)
Wer in einen sauren Apfel gebissen hat, dem schmeckt der süße desto besser.
Ist's im Mai recht kalt und nass, haben die Maikäfer keinen Spaß.
St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot. ((02. Juli)
Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.
St. Blasius und Urban ohne Regen folgt ein guter Erntesegen. (03. Feb.)
Das Wetter an St. Urban, zeigt des Herbstes Witterung an. (25. Mai)
Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.
Florian und Gordian richten oft noch Schaden an. (10. Mai)
Auf nassen Mai folgt ein trockener Juni.
Wie der Achaz so der Herbst. (31. März)
Wenn sich naht St. Stanislaus, schlagen alle Bäume aus. (07. Mai)