50 Sprüche — Seite 8
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April. (13. April)
Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt's noch sehr viel Schnee und Eis. (02. Feb.)
Ist es im April sehr trocken, geht der Sommer nicht auf Socken.
Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag. (06. Feb.)
Nach St. Veit wendet sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'.
Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold. (15. Nov.)
Mit ihren Herden wieder hin, ziehen die Schäfer an Fridolin. (06. März)
Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann. (19. Nov.)
Wenn es an St. Albin regnet, gibt es weder Heu noch Stroh. (01. März)
Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. (03. März)
Kunigung macht warm von unt. (03. März)
Albin Regen - kein Erntesegen. (01. März)
Gewitter am St. Georgstag, ein kühles Jahr bedeuten mag. (23. April)
Zu Philip und Jakobi Regen, bedeutet viel Erntesegen. (01. Mai)
Glüh'n Johanniswürmchen helle, schöner Juni ist zur Stelle. (24. Juni)
Bricht vor Allerheiligen der Winter ein, so herrscht Martini Sonnenschein. (01. Nov.)
Der Abend rot, der Morgen grau, bringt das schönste Tagesblau.
Natur hat weder Kern noch Schale, alles ist sie mit einem Male.
— Albrecht von Haller
Der Wind dreht sich um St. Veit, da legt sich das Laut auf die andere Seit'.
Regnet's am Johannistag, regnet es noch 14 Tag'. (24. Juni)