Sprüche über Wetter
50 Sprüche — Seite 18
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
St. Matheis wirft einen großen Stein ins Eis. (24. Feb.)
Taut es vor und auf Mattheis, geht kein Fuchs mehr übers Eis. (24. Feb.)
Hat Matheis seine Hack' verloren, wird erst St. Joseph das Eis durchbohren. (24. Feb.)
Wenn sich St. Walburgis zeigt, der Birnensaft nach oben steigt. (25. Feb.)
Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander. (26. Feb.)
War der Romanus hell und klar, bedeutet das ein gutes Jahr. (28. Feb.)
Lichtmess im Schnee - Palmsonntag im Klee.
Viel Regen im Februar - viel Sonne das ganze Jahr.
Singt die Lerch im Hornung hell, geht es dem Bauern um das Fell.
Antonius mit dem weißen Bart, regnet's nicht, er mit dem Schnee nicht spart. (17. Jan.)
Fabian im Nebelhut, tut den Bäumen gar nicht gut. (20. Jan.)
Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan. (20. Jan.)
Tanzen Fabian schon die Mücken, muss man den Kühen das Futter bezwicken. (20. Jan.)
An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an. (20. Jan.)
Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an. (20. Jan.)
Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund. (21. Jan.)
Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag. (21. Jan.)
Wenn St. Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. (21. Jan.)
Kommt St. Vinzent tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee. (22. Jan.)
Zu Vinzent Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein. (22. Jan.)