50 Sprüche — Seite 3
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Naturzitate über Wetter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.
Wenn der September noch donnern kann, setzen die Bäume viel Blüten an.
Blieb Wärme im August fern, der September bringt sie nicht gern.
An dem Halm erkennt man noch, wie groß die Ähre war.
Wie sich das Wetter an Mariä Geburt verhält - so ist es weitere vier Wochen bestellt. (08. Sept.)
Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.
— Blaise Pascal
Der hl. St. Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08. Juli)
An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08. Juli)
Wenn's an Alexius regnet, so fault das Getreide auf der Mauer. (17. Juli)
Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut. (21. Sept.)
Nebelt es an St. Cleophas, wird der ganze Winter nass. (25. Sept.)
Die Siebenbrüder das Wetter machen, ob Sie nun weinen oder lachen. (10. Juli)
Schafft Kathrein vor Frost sich Schutz, watet man lange draussen im Schmutz. (25. Nov.)
Wenn es donnert an Kunigund, bleibt das Wetter lange bunt. (03. März)
Gott gibt nicht mehr Frost als Kleider.
Gewitter um Mauritius, bringen Schaden und Verdruß. (22. Sept.)
Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)
Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)
Warmer Oktober bringt fürwahr, uns sehr kalten Februar.
Ist's an Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein. (02. Feb.)