Sprüche über Wetter
50 Sprüche — Seite 23
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Friert es am 40-Ritter-Tag, so kommen noch vierzig Fröste nach. (10. März)
An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind. (10. März)
Regen, den die 40 Märtyrer senden, wird erst nach 40 Tagen enden. (10. März)
Am Gregorstag schwimmt das Eis ins Meer. (12. März)
Wenn Gregorius sich stellt, muss der Bauer aufs Feld. (12. März)
Gregori zeigt dem Bauern an, ob im Feld er säen kann. (12. März)
Wenn Gregori fällt, heißt es die Saat bestellt. (12. März)
Um den Tag des St. Gregor, da kommen auch die Schwalben vor. (12. März)
Lukretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht. (15. März)
Sieht St. Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß. (17. März)
St. Gertrud sonnig, wird es dem Gärtner wonnig. (17. März)
Sonniger Gertrudentag, Freude dem Bauern bringen mag. (17. März)
Gertraud den Garten baut. (17. März)
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein. (17. März)
Ist es am Josefitag schön, kann es nur gut weiter gehn. (19. März)
Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr. (19. März)
Am Josefitag soll der faulste Bauer auf dem Acker sein. (19. März)
Josephi klar, gibt ein gutes Honigjahr. (19. März)
Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag. (19. März)
Auf St. Benedikt achte wohl, dass man Hafer säen soll. (21. März)