Sprüche über Wetter
520 Sprüche — Seite 24
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Naturzitate über Wetter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
Bringt St. Stephan Wind, die Winzer nicht erfreut sind. (26. Dez.)
Windstill muss St. Stephan sein, soll der nächste Wein gedeih'n. (26. Dez.)
Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es auch der Täufer heiss. (27. Dez.)
Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde. (28. Dez.)
Schneit's am unschuldigen Kindel, fährt der Januar in die Schindeln. (28. Dez.)
Gefriert es Sylvester zu Berg und Tal, geschieht auch dies zum letzten Mal. (31. Dez.)
Dezember kalt mit Schnee gibt Korn auf jeder Höh'.
Ist's in den zwölf Nächten wild, sind sie milden Winter Bild.
Justin klar, gutes Jahr. (01. Juni)
Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis Monatsende hält. (08. Juni)
Medardus ist ein nasser, hält so schlecht das Wasser. (08. Juni)
Margarete - die Regenfrau. (10. Juni)
Hat Margarete keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nie trocken ein. (10. Juni)
St. Barnabas schneidet das Gras. (11. Juni)
Barnabas macht Bäum' und Dächer nass. (11. Juni)
Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was verdorben ist. (11. Juni)
Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass. (11. Juni)
Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen. (11. Juni)
Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes Jahr. (12. Juni)
Wenn an St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter viel in Wasser macht. (13. Juni)