Sprüche über Wetter
50 Sprüche — Seite 24
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
St. Benedikt den Garten schmückt. (21. März)
Soll das Korn gar üppig stehen so soll man es zu St. Benedikt säen. (21. März)
Weht kalter Wind am Ottotag, das Wild noch vier Wochen Eicheln mag. (23. März)
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. (25. März)
Ist Maria schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar. (25. März)
Schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen. (25. März)
Ist Marien schön und helle, gibt es viel Obst auf alle Fälle. (25. März)
Um Ludger draussen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht. (26. März)
Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen. (29. März)
Donnert's im März, schneit's im Mai.
Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
März ohne Schnee tut den Saaten weh.
Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterzeit. (22. Nov.)
Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten hat er ein mild' Gesicht. (23. Nov.)
St. Klemens uns den Winter bringt.
Der Konrad und auch die Kathrein, die knien sich bald in den Dreck hinein. (26. Nov.)
Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er immer Wasser hat. (26. Nov.)
Hält St. Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück. (30. Nov.)
Wirft herbei Andrä Schnee, so tut's dem Korn und Weizen weh. (30. Nov.)
Hat Martin einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart. (11. Nov.)