Sprüche über Wetter
520 Sprüche — Seite 9
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Naturzitate über Wetter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
Vor dem Johannistag, man keine Gerste loben mag. (24. Juni)
Langer Schnee im März gibt Heu, aber mager Korn und Spreu.
Wenn's regnet an St. Gervasius, es 14 Tage regnen muss. (19. Juni)
Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein. (06. März)
Ist St. Peter kalt, hat der Winter noch lange Halt. (22. Feb.)
Ist zu St. Vitus der Himmel klar, gibt es ein fruchtbares Jahr. (15. Juni)
Vom Jakobstag der Vormittag, man das Wetter zu Weihnachten deuten mag. (25. Juli)
Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann setzen kann. (04. Mai)
Um Allerseelen kalt und klar, macht auf die Weihnacht' alles starr. (02. Nov.)
Tanzen die Mücken im Februar, gibt es ein spätes Frühjahr.
Fliegen die Fledermäus' abends umher, kommt anhaltend schönes Wetter daher.
St. Medard keinen Regen trag, es regnet sonst wohl 40 Tag'. (08. Juni)
St. Jakob klar und rein, wird das Christfest frostig sein. (25. Juli)
Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
Heiliger St. Veit regen nicht, dass es uns nicht an Gerst' gebricht!
Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter. (06. Jan.)
Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.
Zu Oswald wächst die Rübe bald. (05. August)
Tummeln die Krähen sich noch, bleibt lang des Winters Joch.
So wie Ignaz stellt sich ein, wird der nächste Januar sein. (31. Juli)