50 Sprüche — Seite 4
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Kommt der 1. Mai mit Schnee, bringt er Kuckuck und Nachtigall
Ist's an Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein. (02. Feb.)
Was der Juli verbricht, rettet der September nicht.
Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter
Die erste Liebe und der Mai geh'n selten ohne Frost vorbei.
Wie das Wetter am Magnustag, so es vier Wochen bleiben mag. (06. Sept.)
Sturm und Wind an Rosamunde, bringt dem Bauern gute Kunde. (02. April)
Gib auf Ägidius acht - er sagt dir, was der Monat macht! (01. Sept.)
Im Juni kühl und trocken gibt's was in die Milch zu brocken.
Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.
— Johann Wolfgang von Goethe
Maria Opferung klar und hell, gibt's im Winter Wolfsgebell (21. Nov.)
Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck und die Nachtigall. (14. April)
Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das grüne Blatt. (25. Nov.)
Hat St. Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä'n. (25. April)
Viel Nebel im September über Tal und Höh', bringen im Winter tiefen Schnee.
Mitte Mai ist der Winter vorbei.
Rauher Nord im Februar deutet auf ein gutes Jahr.
Den 1. April musst übersteh'n, dann kann dir manch Gut's gescheh'n.
Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun.
Ägidius Regen - kommt ungelegen. (01. Sept.)