Sprüche über Bildung
536 Sprüche — Seite 22
Alles, was uns begegnet, läßt Spuren zurück, alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei; doch ist es gefährlich, sich davon Rechenschaft geben zu wollen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.
— Samuel Smiles
Geist ist keinesfalls, was man im Haushalt braucht.
— Jean-Baptiste Molière
Der Geist verbraucht sich wie alle Dinge; die Kenntnisse sind seine Kost; sie nähren und verzehren ihn.
— Jean de la Bruyère
Wir werden durch das Buch vielleicht sicherer und länger herrschen als durch das Schwert.
— Honoré de Balzac
Meine Bibliothek war der Grund meiner Taten und der beste Trost meines Lebens.
— Edward Gibbon
Wahrhaftig, der Umgang mit schlechten Büchern ist oft gefährlicher als mit schlechten Menschen.
— Wilhelm Hauff
Ein gutes Buch ist mir ein wahrer Schatz - in Nöten dient es als Versatz.
— Johann Christoph Friedrich Haug
Das Buch enthält die Vergangenheit des Menschen, seine Gegenwart und seine Zukunft.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Bücher sind eine moderne Gattung historischer Wesen, aber eine höchst bedeutende. Sie sind vielleicht an die Stelle der Traditionen getreten.
— Novalis
Eine ausgewählte Bücherei ist das einzige Parkett, auf dem wir uns mit den größten Geistern der Vergangenheit und Gegenwart zwanglos unterhalten können.
— Novalis
Ein Buch, das man stützt, ist ein Buch, das sinkt.
— Antoine de Rivarol
Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden. Viele Werke der Neueren sind es gleich bei der Entstehung.
— Friedrich von Schlegel
Gute Bücher sind die Quintessenz der tüchtigen Geister, der Inbegriff ihrer Kenntnisse, die Frucht iher langen Nachtwachen.
— Marquis de Vauvenargues
Es ist ein großer Unterschied, ob ich lese zu Genuss und Belebung oder zur Erkenntnis und Belehrung.
— Johann Wolfgang von Goethe
Eigentlich lernen wir nur von Büchern, die wir nicht beurteilen können. Der Autor eines Buches, das wir beurteilen können, müsste von uns lernen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Man lese ein Buch, und lasse es auf sich einwirken, gebe sich dieser Einwirkung hin, so wird man zum richtigen Urteil darüber kommen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Keine Leserei erfordert eine so strenge Diät, als das Lesen abgerissener, hingestreuter Gedanken.
— Johann Gottfried Herder
Auch die gelesene Wahrheit muss man hinterher erst selber erfinden.
— Jean Paul
Wer aus den Büchern nicht mehr lernt, als was in den Büchern steht, der hat die Bücher nicht halb benutzt.
— Gotthold Ephraim Lessing