Sprüche über Bildung
536 Sprüche — Seite 7
Bücher sind die Vermächtnisse, die ein großer Geist der Menschheit hinterläßt.
— Joseph Addison
Die meisten Menschen können nicht messen, weder auf dem Gebiet der Kunst, noch der Menschenkenntnis, und darum die mittleren von den höchsten Werten nicht unterscheiden.
— August Pauly
Denn man hört nie auf, erziehungsfähig zu sein. Ich gehe jetzt noch in die Schule und lerne von Leuten, die meine Enkel sein könnten.
— Theodor Fontane
Die Grenzen des Wissens zu erweitern bedarf völlig anderer intellektueller Voraussetzungen als die Grenzen des Unwissens zu erweitern
— Christa Schyboll
Es gibt Bücher, durch die man alles erfährt, und doch zuletzt von der Sache nichts begreift.
— Johann Wolfgang von Goethe
Man sollte auch gute, ja ausgezeichnete Bücher verbieten, bloß damit sie mehr gelesen und beachtet werden
— Albert Camus
Wenn die Meister aufhören zu lehren, werden die Schüler endlich lernen können.
— Charles-Louis de Montesquieu
Allen zugänglich und frei machen wollen wir die Wissenschaft, sie soll nicht länger in Fesseln geschlagen werden.
— Wilhelm Liebknecht
Man braucht Verstand, um zu erkennen, dass es Dinge gibt, an die der Verstand nicht heranreicht.
— Martin Kessel
Die auserwählten Leser haben immer geistige Tendenzen, die denen ihrer Zeit entgegengesetzt sind.
— Honoré de Balzac
Der tiefe Denker hegt immer den Verdacht, dass er oberflächlich ist.
— Benjamin Disraeli
Die Lust zur Lektüre bedeutet einen Austausch von langweiligen Stunden, wie man sie so oft im Leben hat, gegen köstliche Stunden.
— Charles-Louis de Montesquieu
Mir ist kein Lesen nützlicher, als solches kurzer Gedanken. Keines scheint mir reichhaltiger, belehrender, anwendbarer.
— Johann Kaspar Lavater
Gebildete und erfahrene Männer sind stets die nachsichtigsten und duldsamsten, während unwissende und engherzige Personen nachtragen und keine Rücksicht kennen.
— Samuel Smiles
Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.
— Wilhelm Raabe
Lesen ist die Schwierigkeit, ein Land fremder Phantasie mit eigenen Gedanken zu bevölkern.
— Kurt Tucholsky
Gar mancher kommt trotz vielem Lesen mit dem Verständnis in die Brüche. Wohl hat er die Sprüche der Weisheit gelesen, doch nicht verstanden die Weisheit der Sprüche.
— Friedrich von Bodenstedt
Es ist ein gewisses Verhältnis nötig zwischen denen, die vornehmlich zum Denken, und zwischen jenen, die vornehmlich zur Tätigkeit geneigt sind.
— Henry Thomas Buckle
Die Langsamkeit des Genies ist schon kaum auszuhalten, aber die Langsamkeit der Mittelmäßigkeit ist unerträglich
— Henry Thomas Buckle
Der große Feind der Wissenschaft ist nicht der Irrtum, sondern die Faulheit.
— Henry Thomas Buckle