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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 16

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Nur die Töne sind imstande, die Gedankenrätsel zu lösen, die oft in unserer Seele geweckt werden.

    — Hans Christian Andersen

  2. Wenn der Kopf raucht, riechen die Gedanken verbrannt.

  3. Die Hälfte aller Fehler entsteht dadurch, dass wir denken sollten, wo wir fühlen, und dass wir fühlen sollten, wo wir denken.

    — John Churton Collins

  4. Der Mensch denkt immer anders als das Schicksal.

    — Publius Syrus

  5. Denke, was schön ist, und fühle, was schön ist.

    — Paula Modersohn-Becker

  6. Oft ist das Denken schwer, indes das Schreiben geht auch ohne es.

    — Wilhelm Busch

  7. Musik ist das Geräusch, das denkt.

    — Victor-Marie Hugo

  8. Ein Mensch ist buchstäblich das, was er denkt, sein Charakter ist die gesamte Summe all seiner bisherigen Gedanken.

    — James Allen

  9. Die Alten sind die einzigen Alten, die nie alt werden.

    — Karl Julius Weber

  10. Es wird ja fleißig gearbeitet und viel mikroskopiert, aber es müßte mal wieder einer einen gescheiten Gedanken haben.

    — Rudolf Virchow

  11. Worüber wir nicht ernsthaft nachgedacht haben, das vergessen wir bald

    — Marcel Proust

  12. Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.

    — Pythagoras

  13. Man muss das Tiefe verstecken. Wo? An der Oberfläche!

    — Hugo von Hofmannsthal

  14. Die Jugend ist die Poesie des Lebens.

    — Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  15. Was wir ein Leben nennen, ist für den ganzen ewigen inneren Menschen nur ein einziger Gedanke, ein unteilbares Gefühl.

    — Friedrich von Schlegel

  16. Das Wichtigste im Verkehr mit Menschen: ihnen ihre Ausreden wegräumen.

    — Arthur Schnitzler

  17. Um zu sprechen, muß man denken, zumindest annäherungsweise.

    — Voltaire

  18. Der eigentliche Entdecker ist der, der den neuen Gedanken gehabt hat. Experimente sind zwar auch nötig, doch ist es leichter, diese anzustellen, als den Gedanken zu finden, und Experimente kann a …

    — Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  19. Diskussionen haben lediglich einen Wert: dass einem gute Gedanken hinterher einfallen.

    — Charles-Louis de Montesquieu

  20. Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben

    — Sören Kierkegaard