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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 4

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang

    Albert Camus

  2. Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.

    Theodor Fontane

  3. Das Gehirn ist ein Organ, mit dem wir denken, dass wir denken

    Ambrose Bierce

  4. Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.

    Mark Twain

  5. Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab

    Mark Aurel

  6. Allein sein zu müssen ist schwer - allein sein zu können, ist schön

    Rabindranath Tagore

  7. Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken

    Dietrich Bonhoeffer

  8. Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

    Dante Alighieri

  9. Lebe nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft, konzentriere die Gedanken auf den gegenwärtigen Augenblick.

  10. Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt.

    Franz Kafka

  11. Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.

  12. Diplomatie ist die Kunst, das auszudrücken, was man gar nicht denkt.

  13. Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn aus, weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.

    Charles-Louis de Secondat

  14. Taktlosigkeit ist der Entschluss, etwas zu sagen, das alle anderen denken.

    Oscar Wilde

  15. Um ruhig zu sein, muss der Mensch nicht denken, sondern träumen.

    Johann Jakob Engel

  16. Denken und Empfinden sind von Natur aus verschieden.

    Aristoteles

  17. Sobald man davon spricht, was im nächsten Jahr geschehen wird, lacht der Teufel.

  18. Im Reiche der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reiche der Gedanken.

    Arthur Schopenhauer

  19. Lesen soll man nur dann, wenn die Quelle der eigenen Gedanken stockt, was auch beim besten Kopfe oft genug der Fall sein wird.

    Arthur Schopenhauer

  20. Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.

    Victor-Marie Hugo