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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 24

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Fester Entschluß und beharrliche Durchführung eines einfachen Gedankens führen am sichersten zum Ziel.

    — Helmuth James Graf von Moltke

  2. Sei stolz und frei beim Fühlen und Denken: Gott hat dir Herzensfreudigkeit gegeben, um alles rings mit Fülle zu beleben und Kraft genug, dein Erdenschiff zu lenken.

    — Carmen Sylva

  3. Wer das Alphabet erschaffen, hat uns den Faden unserer Gedanken und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.

    — Antoine de Rivarol

  4. Wahre Gemütsruhe ist nur in der Unruhe geistiger Arbeit zu finden.

    — Ernst Friedrich August Rietschel

  5. Ein graues Haar steckt all die andern an!

    — Rupert Johann Hammerling

  6. Jede Zeit wie jeder Mensch hat ein gewisses Gedankenfeld, über das hinaus nichts wahrgenommen wird.

    — Bertha Freifrau von Suttner

  7. Höchst anmutig sei das Danken.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  8. Nur wer von Herzen negativ denkt, kann positiv überrascht werden

    — Albert Einstein

  9. Neujahrswunsch: weniger Rede, mehr Gedanken, weniger Interessen, mehr Gemeinsinn, weniger Wissen, mehr Urteil, weniger Zwiespalt, mehr Charakter.

    — Walter Rathenau

  10. Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

    — Oscar Wilde

  11. Gute Gedanken muss man auch von rückwärts anschauen können.

    — Novalis

  12. Viel Denken, nicht viel Wissen soll man pflegen.

    — Demokrit

  13. Man lese wenig und denke lange über das Gelesene nach.

    — Friedrich Melchior Baron von Grimm

  14. Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.

    — Fritz Grünbaum

  15. Niemals davon sprechen, immer daran denken.

    — Leon Gambetta

  16. Träume sind der Sonntag des Denkens

  17. Große Gedanken wachsen nur auf einem Herzensgrund, den große Schmerzen tief aufgefurcht haben.

    — Carl Hilty

  18. Es ist falsch, wenn man sich zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.

    — Baltasar Gracián y Morales

  19. Ein gewöhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die Fährte eines Gedankens schnell annimmt und schnell wieder verliert.

    — Hugo von Hofmannsthal

  20. Die Kraft des Morgens bleibe bei mir, die Stärke und Weisheit der Gedanken mögen mich begleiten. Lass mich deinen Weg erkennen bis ich schlafen gehe in dieser Nacht.