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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 23

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Denken ist, was viele Leute zu tun glauben, wenn sie ihre Vorurteile ordnen.

    William James

  2. Nur wer wirklich wichtig genug ist, wird eventuell auch mit unfreundlichen Blicken bedacht. In unwichtige Personen investiert man weder Gedanke, Blicke noch Zeit.

    Christa Schyboll

  3. Ziehe dich nicht zurück in die Burg deiner Gedanken - teile Freude und Leid mit deinen Nächsten.

  4. Ich muss einen gewaltigen Kopf haben, denn zuweilen brauche ich eine ganze Woche, um ihn mir zu zerbrechen.

    Mark Twain

  5. Alles Schöne ist ein selbst erleuchtetes, vollendetes Individuum.

    Novalis

  6. Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.

    Luther Burbank

  7. Dem einen geh'n die Haare aus, dem ander'n die Gedanken.

  8. Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken

    Samuel Johnson

  9. Die Gesunden und Kranken haben ungleiche Gedanken.

  10. Der freie Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod; und seine Weisheit ist ein Nachsinnen über das Leben.

    Baruch de Spinoza

  11. Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Wer im Laufe eines Jahres nur einen neuen Gedanken gehabt hat, der hat sein Jahr verdient

    Henry de Montherlant

  13. Wär ich eine Gärtnerin, pflanzt ich dir ein Veilchen hin. Wär ich eine Dichterin, schrieb ich dir ein Verslein hin. Weil ich keins von beiden bin, schreib ich meinen Namen hin:

  14. Die Distel spach zur Rose: "Was bist du nicht ein Distelstrauch? Dann wärst du doch was nütze, dann fräßen dich die Esel auch!"

    Friedrich von Bodenstedt

  15. Wer, wenn das Vaterland in Not ist, einen anderen Gedanken als dessen Rettung fühlt, ist nicht wert, in einem freien Staate zu leben.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  16. Künstler haben gewöhnlich die Meinung von uns, die wir von ihren Werken haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  17. Bisweilen stelle ich mir die Farben als lebendige Gedanken vor, Wesen reiner Vernunft, mit denen ich mich auseinander setzen kann. Die Natur existiert nicht an der Oberfläche, sie geht in die Tiefe.

    Paul Cezanne

  18. Der wichtigste Gedanke auf dem Gipfel gilt dem Weg nach unten.

    Reinhold Messner

  19. Die Zeit an sich betrachtet ist völlig wertlos, sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr

    Adolph Kolping

  20. Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast. Auf dass die Erinnerung dich wärmt und gute Träume deinen S …