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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 2

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann

    — Ralph Waldo Emerson

  2. Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart

    — Johann Wolfgang von Goethe

  3. Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

    — Antoine de Saint-Exupéry

  4. Tritt eine Idee in ein hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.

    — Charles-Louis de Montesquieu

  5. Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.

    — Horaz

  6. Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber

    — Epikur

  7. Der Mensch tut gut daran, einen Bleistift bei sich zu tragen und die Gedanken, wenn sie kommen, niederzuschreiben

    — Francis Bacon

  8. Jeder Mensch erfindet früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.

    — Mark Twain

  9. Lesen ohne zu denken ist dasselbe, wie wenn man Baustoffe anhäuft, ohne etwas damit zu bauen.

    — Rabindranath Tagore

  10. Ich will keinen Autor mehr lesen, dem man anmerkt, er wolle ein Buch machen: sondern nur jene, deren Gedanken unversehens ein Buch wurden.

    — Friedrich Nietzsche

  11. Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss.

    — Arthur Schopenhauer

  12. Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.

    — Baruch de Spinoza

  13. Wenn der Mensch nicht über das nachdenkt, was in ferner Zukunft liegt, wird er das schon in naher Zukunft bereuen

    — Konfuzius

  14. Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein; langen und bangen in schwebender Pein; himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Glücklich allein ist die Seele, die liebt.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  15. Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.

    — Christian Friedrich Hebbel

  16. In der inneren Stille hört jede Bewegung des Denkens auf und das Herz beginnt zu sprechen. Die Einsamkeit festigt die Liebe, macht sie demütig und einzigartig.

  17. Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht, der soll sich nicht in die Hitze des Streits begeben.

  18. Wirf deine Gedanken wie Herbstblätter in den blauen Fluss,schau zu, wie sie hineinfallen und davontreiben- und dann : vergiss sie.

  19. Ich schließe meine Augen, um zu sehen.

    — Paul Gauguin

  20. Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen darüber machen uns glücklich oder unglücklich.

    — Epikur