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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 18

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.

    — Johann Heinrich Pestalozzi

  2. Auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit.

    — Aristoteles

  3. Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.

    — Khalil Gibran

  4. Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.

    — Mark Twain

  5. Handle wie einer, der denkt - denke wie einer, der handelt

    — Henry Ford

  6. Wenn du helle Dinge denkst, ziehst du helle Dinge an dich heran

    — Prentice Mulford

  7. Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist gar nicht wert, ein Gedanke zu heißen

    — Oscar Wilde

  8. Das Gesicht ist das Protokoll des Charakters.

    — Karl Julius Weber

  9. Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.

    — Victor-Marie Hugo

  10. Das Lesen der guten Bücher gleicht einer Unterhaltung mit ihren Verfassern, als den besten Männern vergangener Zeiten, und zwar einer auserlesenen Unterhaltung, in welcher sie uns nur ihre besten Geda …

    — René Descartes

  11. Maß in Büchern, Gedanken und Stil üben auf den Geist denselben guten Eindruck aus, den ein ruhiges Antlitz auf unsere Augen und unsere Stimmung macht.

    — Joseph Joubert

  12. Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.

    — Marie von Ebner-Eschenbach

  13. Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.

  14. Man ist groß durch das, was man denkt, nicht durch das Glück.

    — Sully Prudhomme

  15. Das Augenfällige wird immer erst gesehen, nachdem es einer in schlichte Worte gefasst hat

    — Khalil Gibran

  16. Denken lernt man nicht an Regeln zum Denken, sondern an Stoff zum Denken.

    — Jean Paul

  17. Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  18. Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.

    — August von Platen

  19. Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten

    — Arthur Schopenhauer

  20. Lerne zu warten, warten ist hart, aber bedenke: Kommt Zeit, kommt Bart!