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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 15

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Auch wenn man nur zum Fenster hinaus schaut, sieht man die Welt.

    Wilhelm Raabe

  2. Was für ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den künftigen Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch vordringen?

    Plinius d. Ältere

  3. Wie viele Fehler geschehen in der Welt, weil man ohne Überlegung zu Werke geht.

    Theresia von Avila

  4. Geläng es mir, des Weltalls Grund, somit auch meinen, auszusagen, so könnt´ ich auch zur selben Stund mich selbst auf meinen Armen tragen.

    Franz Grillparzer

  5. Zeit = Die Seele der Welt

  6. Die Frage des Friedens ist nicht zuerst eine Frage an die Welt, sondern für jeden an sich selbst

    Karl Theodor Jaspers

  7. Auch ein Zeichner wird schließlich in die Welt hinausgeschickt, wenn er sie lang und sehnsüchtig genug durch die mattgeschliffenen Scheiben seines Büros betrachtet hat.

    Max von Eyth

  8. Vielleicht kommt's nicht so sehr darauf an, was man lieb hat auf dieser Welt. Aber irgend etwas lieb haben, das muss man!

    Katherine Mansfield

  9. Neiden und beneidet werden ist das meiste tun auf Erden.

    Friedrich von Logau

  10. Wer in der wirklichen Welt arbeiten kann und in der idealen leben, der hat das Höchste erreicht.

    Ludwig Börne

  11. Was mich hinaustreibt in die weite Welt, ist eben das, was so viele ins Kloster getrieben hat: die Sehnsucht nach der Selbstverwirklichung.

    Graf Hermann Keyserling

  12. Muss denn nicht jeder bittere Erfahrungen in der Welt machen, um die Welt kennenzulernen?

    Jakob Michael R. Lenz

  13. Nicht Geld, sondern Schlauheit und Kraft regiert die Welt.

    John Knittel

  14. Die Welt ist schön und es lohnt sich, für sie zu kämpfen.

    Ernest Miller Hemingway

  15. Nimm die Welt von der leichten Seite, und der Geist wird frei von jeder Last sein.

    Laotse

  16. Jeder Geist baut sich selbst ein Haus und jenseits dieses Hauses eine Welt und jenseits dieser Welt einen Himmel.

    Ralph Waldo Emerson

  17. Das Geheimnis des Glücks ist es, den Tatsachen ins Angesicht zu sehen, dass die Welt schrecklich ist, dann kann man beginnen, sich wieder glücklich zu fühlen.

    Sokrates

  18. Zum Vorwärtskommen in der Welt sind Freundschaft und Kamaraderien bei weitem die Hauptmittel

    Arthur Schopenhauer

  19. Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird's bald in der Welt auch besser aussehen.

    Adolph Kolping

  20. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd' in aller Welt gedacht.

    Christian Fürchtegott Gellert