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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 35

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Die Welt wird schöner mit jedem Tag, man weiß nicht, was noch kommen mag, das Blühen will nicht enden.

    Ludwig Uhland

  2. Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.

    Bernhard Freidank

  3. Der Welten Kleinstes ist auch wunderbar und groß. Und aus dem Kleinen bauen sich die Welten.

    Christian Gottfried Ehrenberg

  4. Ein Herz ohne Leiden gleicht einer Welt ohne Offenbarung. Es sieht Gott nur im Dämmerlichte.

    Sebastian Faber

  5. Alles, auch das Unscheinbarste, nehmen wir in seinen Wirkungen mit hinüber in die andere Welt. Es ist ein unerbittlicher Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in bezug auf Diesseits und Jenseits.

    Paul Olaf Bodding

  6. Warum das Böse auf der Welt? Dass aus der Kraft der Sünde die Überkraft des Guten werde.

    Paul Olaf Bodding

  7. Nur am Fuße des Kreuzes sehen wir uns selbst, die Welt und Gott im rechten Licht.

    James Hudson Taylor

  8. Die einzige Hoffnung für die Erde besteht darin, dass es der Menschheit gelingt, mehr Probleme zu lösen als auszulösen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  9. Wer nicht in der Welt wie in einem Tempel umhergeht, der wird in ihr keinen finden.

    Rahel Varnhagen von Ense

  10. Unserer Welt wäre sehr geholfen, wenn das Befrieden an die Stelle des Befriedigens träte.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  11. Glücklicherweise ist es nicht die Schönheit der Gegend, sondern die Empfänglichkeit des Menschen, durch welche seine Freude an der Natur und der Welt um ihn her bestimmt wird.

    Fanny Lewald

  12. Wenn Du Märchenaugen hast, ist die Welt voller Wunder!

    Victor Blüthgen

  13. Glaubt mir, die Welt wird Euch nichts schenken. Wenn Ihr ein Leben wollt - so stehlt es!

    Lou Andreas-Salomé

  14. Es ist nicht allein sehr schwer, die Wahrheit hier in der Welt zu finden; sondern man muss sie auch noch verleugnen!

    Rahel Varnhagen von Ense

  15. Der Morgen ist die grenzenlose Erleuchtung des Universums

    Philipp Otto Runge

  16. Das Licht können wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Ge …

    Philipp Otto Runge

  17. Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe.

    Manfred Kyber

  18. Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer

    Kin Hubbard

  19. Welche Triebkraft muss doch die Eitelkeit haben, dass sie die Menschen so groß von sich selbst denken lässt, da doch alles in der Welt uns klein zu machen geeignet ist.

    August Pauly

  20. Für den Maulwurf ist die Welt nicht größer und weiter als seine Gänge.

    August Pauly