Sprüche über Welt
711 Sprüche — Seite 26
Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.
Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.
Ich glaube,dass die Bibel das beste Geschenk ist, das Gott den Menschen jemals gegeben hat. Alles gute von dem Erlöser der Welt wird uns durch dieses Buch weiter gesagt.
— Abraham Lincoln
Zwischen Welt und Einsamkeit ist das rechte Leben. Nicht zu nah und nicht zu weit will ich mich begeben.
— Friedrich Rückert
Der Tourist. In einem Gespräch von nur einer Viertelstunde verleidet er mir die halbe Welt.
— Jules Renard
Die Liebe ist eine gewaltige Kraft; sie ist die einzige unüberwindliche Kraft dieser Welt.
— Fjodor M. Dostojewski
Wenn ich schlafe oder sterbe, endet meine Welt mit mir, aber die Welt der anderen bleibt. Mit jedem neugeborenen Kind erwacht auch seine Welt.
— Oswald Spengler
Schrecklicher Gedanke, diese wundervolle Welt mit allen Schmerzen und Freuden einmal zu verlassen.
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, dass man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen.
— Johann Peter Eckermann
Zur Weihnacht zeigt die Welt sich immer so, wie sie sein könnte, wenn es die anderen 364 Tage im Jahr nicht gäbe.
Die größte Ersparnis, die sich im Bereich des Denkens erzielen lässt, besteht darin, die Nicht-Verstehbarkeit der Welt hinzunehmen und sich um die Menschen zu kümmern.
— Albert Camus
Liebe zum Geld erzeugt die eine Hälfte der Übel in dieser Welt, Mangel an Geld die andere.
Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.
— Charles de Talleyrand
Wie sähe die Welt ohne Männer aus? Kein Krieg, keine Verbrechen, und lauter dicke glückliche Frauen.
Es ist besser, das geringste Ding von der Welt zu tun, als eine halbe Stunde für gering zu halten.
Vorwärts, meine Töchter, nur keine Verzweiflung, wenn das Gebot des Gehorsams von euch verlangt, dass ihr euch mit weltlichen Dingen befasst. Wenn es Küchenarbeit sein sollte, dann müsst ihr wissen …
— Theresia von Avila
Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen.
— Galileo Galilei
Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung.
— Friedrich von Schiller
Wem zu Hause nicht wohl ist, dem wird selbst das Vaterland zu enge. Er verläuft sich in der Welt als Irrwisch.
— Friedrich Ludwig Jahn
Denn es liegt, so wie wir beschaffen sind, nicht in unserer Macht, die Schranken zu durchbrechen, welche uns von der Erkenntnis der Welt trennen.
— Helene von Druskowitz
Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche tun.
— Oscar Wilde
Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte geniesst schon hier seine Hölle.
— Christian Johann Heinrich Heine