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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 9

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Nichts tun vermehrt den Frieden der Welt.

    Friedrich Georg Jünger

  2. In einer Welt, die allem fragwürdig geworden ist, suchen wir philosophierend die Richtung zu halten, ohne das Ziel zu kennen.

    Karl Theodor Jaspers

  3. Man muss die Welt so nehmen wie sie ist - aber nicht so lassen.

  4. Alle Kraft ist man der Welt schuldig, und dem, der uns am nächsten steht, am ersten.

    Bettina von Arnim

  5. Als du auf diese Erde kamst, haben alle gelächelt - nur du hast geweint. Lebe so, dass wenn du diese Welt wieder verlässt, alle weinen - und nur du lächelst!

  6. Diese Welt ist eine Treppe; der eine steigt hinauf, der andere steigt hernieder.

    Katharina von Siena

  7. Es ist ein Tasten in der Welt, als wären wir alle abgestürzt und suchten in der Finsternis nach irgendeinem Stützpunkt zum Aufschwung.

    Carl Ludwig Schleich

  8. Und doch ist selbst die größte Sammlung des Weltgeistes, das Zusammentragen der wichtigsten Gedankengüter, nur ein lächerlicher Ausschnitt aus der Unendlichkeit des Geistes selber. Also bedenke in Dem …

    Nikolaus von Kues

  9. Kannst du nicht wie der Adler fliegen, klettre nur Schritt für Schritt bergan; wer mit Mühe den Gipfel gewann, hat auch die Welt zu Füßen liegen.

    Victor Blüthgen

  10. Aus der Geduld geht der unschätzbare Frieden hervor, welcher das Glück der Welt ist.

    Baltasar Gracián y Morales

  11. Die Welt ist die wahre Schule, denn da lernt man alles von selbst

    Johann Nepomuk Nestroy

  12. Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht

    Albert Schweitzer

  13. Die Welt wandelt sich: Die Katze frißt Salat

  14. Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.

    Theodor Fontane

  15. Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  16. Körper, Seele und Geist sind die Elemente der Welt.

    Novalis

  17. Einen interessenlosen Gegenstand gibt es nicht auf dieser Welt, wohl aber Menschen, die sich für nichts interessieren.

    Gilbert Keith Chesterton

  18. Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort

    Jean Paul

  19. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist das größte Ereignis der Weltgeschichte.

    Victor-Marie Hugo

  20. Sieh zu, daß du ein ehrlicher Mensch wirst, denn damit sorgst du dafür, dass es einen Schurken weniger auf der Welt gibt.

    Thomas Carlyle