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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 18

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Alles in der Welt, das man in den Schrank stellt und nicht benutzt, das verliert an seiner Brauchbarkeit.

    Otto von Bismarck

  2. Den Mitmenschen Freude machen ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

    Peter Rosegger

  3. Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird; schwachen Augen freilich nötig, zur Stütze, zur Erhaltung. Aber der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  4. Wer sich behaglich fühlt zuhaus, der rennt nicht in die Welt hinaus.

    Friedrich Rückert

  5. Wir werden die Welt verstehen, wenn wir uns selbst verstehen, weil wir zwei integrante Hälften sind.

    Novalis

  6. Die schönsten Dinge auf der Welt sind die nutzlosesten; zum Beispiel Pfauen und Lilien.

    John Ruskin

  7. Es muß Herzen geben, welche die Tiefe unseres Wissens kennen und auf uns schwören, selbst wenn die ganze Welt uns verläßt.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  8. Gedanken sind in der geistigen Welt, was Empfindung in der sinnlichen Welt ist.

    Bettina von Arnim

  9. Wenn es auf der Erde nur ein einziges Beispiel des Glücks gibt, so findet es sich im rechtschaffenen Menschen.

    Jean-Jacques Rousseau

  10. Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.

    Johann Gottfried Herder

  11. Gott, inbrünstig möcht ich beten, doch der Erde Bilder treten immer zwischen dich und mich.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  12. Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Zum Glück gibts nur zwei Wege; entweder sich so hoch erheben, dass einem die Welt kleinwinzig erscheint, oder sich niederlassen in eine tiefe Furche, wo einem jeder Grashalm als etwas Grosses ersc …

    Johann Nepomuk Nestroy

  14. Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen's nicht) in Mitt …

    Johann Gottfried Herder

  15. Frauen sind für Männer wohl die gefährlichsten Wesen auf der Welt, doch was ist ein Leben ohne Gefahren.

  16. Es ist unmöglich, der ganzen Welt und seinem eigenen Vater zu gefallen.

    Jean de La Fontaine

  17. Jeder sieht ein Stückchen Welt, gemeinsam sehen wir die ganze.

  18. Eine kleine Rebellion ab und zu ist eine gute Sache und ebenso notwendig in der politischen Welt wie Stürme in der Physischen

    Thomas Jefferson

  19. Es gibt doch nichts Schöneres auf der Welt, als ein reines Lachen unter Tränen.

    Rudolf von Tavel

  20. Entwirf deinen Reiseplan im großen - und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.

    Kurt Tucholsky