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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 19

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Vielleicht wird der Himmel den Laien gehören, aber diese Welt gehört ganz bestimmt den Klerikern.

    George Moore

  2. Durch Schlemmerei und Schlaf und Müßiggang, ward alle Tugend aus der Welt vertrieben

    Francesco Petrarca

  3. Wenn Gift und Galle die Welt dir deut, und du möchtest das Herz dir gesund bewahren: Mach andern Freude! Du wirst erfahren, dass Freude freut.

    Friedrich Vischer

  4. Bet' und arbeit', ruft die Welt. Bete kurz!, denn Zeit ist Geld. An die Türe pocht die Not Bete kurz! denn Zeit ist Brot.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  5. Der Gedanke ist eine Tat, und die fruchtbarste, die auf die Welt wirken kann.

    Emile Zola

  6. Wenn Sie mich, als Künstler, fragen, was ich in dieser Welt zu tun habe, werde ich antworten: Ich bin hier, um laut zu leben.

    Emile Zola

  7. Alles in der Welt ist Torheit, nur nicht die Heiterkeit.

    Friedrich der Große

  8. Diese Welt ist ständig durch zwei Dinge bedroht, Durch Ordnung und Unordnung.

    Paul Valéry

  9. Die Welt, obgleich sie wunderlich, ist mehr als gut genug für mich.

    Wilhelm Busch

  10. Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden.

    Abraham Lincoln

  11. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt, und an der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    Johann Peter Hebel

  12. Alles Geld der Welt ist nicht so viel wert wie zur rechten Stunde ein Becher besten Weines.

  13. Es komme, was da kommen mag! So lang du da bist, ist es Tag. Und geht es in die Welt hinaus, wo du mir bist, bin ich zuhaus. Ich seh dein liebes Angesicht, ich sehe die Schatten der Zukunft nicht …

    Theodor Storm

  14. Das Haus, die Heimat, die Beschränkung, die sind das Glück und sind die Welt.

    Theodor Fontane

  15. Nichts kommt einem doch teurer in der Welt zu stehen als die Humanität.

    Georg Büchner

  16. Nichts in der Welt ist wirklich erstrebenswert, das nicht in der Reichweite liegt eines klaren Verstandes und einer umsichtigen Tatkraft.

    Edmund Burke

  17. Ich fühle mich in der ganzen Welt zuhause, wo es Wolken und Vögel und Menschentränen gibt.

    Rosa Luxemburg

  18. Ob diese Welt ist bös', ob gut, das ist die alte Frage. So ist sie, wie dir's ist zu Mut' an gut' und bösem Tage. Darum, wenn sie dir gut erscheint, o mache sie nicht schlimmer; und meine, wenn …

    Friedrich Rückert

  19. Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.

    Rudolf Steiner

  20. Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.

    Antoine de Saint-Exupéry