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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 31

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Selbst die tiefste Erkenntnis ändert nichts am Wesen der Welt, so wenig wie Selbsterkenntnis am eigenen Wesen.

    Ernst Hohenemser

  2. Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  3. Auf einem guten Grunde läßt sich ein gutes Gebäude aufführen, und der beste Grund und Boden der Welt ist das Geld.

  4. Eine seltsamere Ware als Bücher gibt es wohl schwerlich in der Welt. Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen; von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen; gebunden, rezensiert und gelesen v …

    Georg Christoph Lichtenberg

  5. Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen. Dies ihn zu lehren ist unsere Aufgabe

    Johann Heinrich Pestalozzi

  6. Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.

    Jean Paul

  7. Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt.

    Simone Weil

  8. Die Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit der Erde.

    Ernst Wiechert

  9. Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …

    John Knittel

  10. Ein Mann mir regelmäßiger Tätigkeit sieht wenig von der normalen Tageswelt.

    John Steinbeck

  11. Wenn die Menschen auf Staatsangelegenheiten, Politik und auch auf ihre eigenen Geschäfte so viel Denken, Sorge, Erwägung verwenden würden, wie sie darauf verschwenden, was sie zu einem Maskenball anzi …

    John Steinbeck

  12. Durch albernes Geheule wird nie was in er Welt gebessert.

    Wilhelm Raabe

  13. Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.

    Jack London

  14. Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen angewiesen ist als auf seine Tugenden.

    Wilhelm Raabe

  15. Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell.

    Hans Christian Andersen

  16. Das Beste auf der Welt ist die Redefreiheit.

    Diogenes von Apollonia

  17. Die Farbe ist der Ort, wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen. Darum erscheint sie den wahren Malern durchaus dramatisch

    Paul Cezanne

  18. Ehre vor der Welt ist Schaden im Beutel

  19. Wir bedürfen eines kleinen Kreises, um groß zu sein, und wir sind klein, wenn wir die Welt umfassen wollen.

    Theodor Fontane

  20. Ich ging bis an die äußerste Grenze der Welt, gleichzeitig an die innerste Grenze meines Ich!

    Reinhold Messner