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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 17

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung

    Publius Syrus

  2. Leute, die sich in ihren Begriffen von der Freundschaft nicht höher schwingen können, als dass sie alle guten Bekannten für Freunde halten, denken, dass nichts gewöhnlicher in der Welt als die Freunds …

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  3. Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat, da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung: Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluß.

    Franz Grillparzer

  4. Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    Oscar Wilde

  5. Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.

    Oscar Wilde

  6. Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von dummen Fragen.

    Joseph Victor von Scheffel

  7. Die Häßlichen und die Dummen haben es am besten auf der Welt.

    Oscar Wilde

  8. Was für die äußere Körperwelt das Licht, das ist für die innere Welt des Bewußtseins der Intellekt.

    Arthur Schopenhauer

  9. Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf.

    Achim von Arnim

  10. Ohne Freunde wäre die Welt nur Wildnis.

  11. Kunst heißt, nicht wissen, dass die Welt schon ist, und eine zu machen

    Rainer Maria Rilke

  12. Der Mann hatte so viel Verstand, dass er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Willst du dich deines Wertes freuen, so musst der Welt du Wert verleihen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Durch einen glücklichen Zufall kann ein Mann die Welt eine Zeitlang, aber dank der Liebe kann er sie für immer beherrschen.

    Laotse

  15. Jeder Mensch ist dazu bestimmt, ein Erfolg zu sein. Und die Welt ist dazu bestimmt, dessen Erfolg zu ermöglichen

  16. Durch Bewegung überwindet man Kälte. Durch Stillhalten überwindet man Hitze. Der Weise vermag es, durch seine Reinheit und Ruhe alle Dinge der Welt ins Gleichmaß zu bringen.

    Laotse

  17. Die ganze Welt, Herr Jesus Christ, zur Osterzeit jetzt fröhlich ist. Jetzt grünet, was nur grünen kann, die Bäum zu blühen fangen an. So singen jetzt die Vögel all. Jetzt singt und klingt die Nac …

    Friedrich Spee von Langenfeld

  18. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  19. Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird; schwachen Augen freilich nötig, zur Stütze, zur Erhaltung. Aber der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  20. Ohne die jenseitige Welt ist die diesseitige Welt ein trostloses Rätsel.

    August Strindberg