Januar Sprüche
1553 Sprüche — Seite 10
Wie das Wetter am Magnustag, so es vier Wochen bleiben mag. (06. Sept.)
Grobe Säcke kann man nicht mit Seide nähen.
Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
— Johann Wolfgang von Goethe
Rein wie das Täubchen, klar wie der Bach, fließe dein Leben ohn' Ungemach.
Es deutet die fallende Blüte dem Gärtner, dass die liebliche Frucht schwellend im Herbste gedeiht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Glück ist Regen, wenn es heiss ist, Glück ist Sonne nach dem Guss, Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst, Glück ist auch ein lieber Gruss.
— Clemens Brentano
Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die funkelnden Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.
— Wilhelm Raabe
Sieh nach dem Wetter, wenn du hinausgehst; sie dir die Gesichter der Menschen an, wenn du eintrittst.
Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter
Selbst die Ameise ist sechs Fuss hoch - an ihrem eigenen Fuss gemessen.
Die Natur beginnt immer von neuem mit den gleichen Dingen: den Jahren, den Tagen, den Stunden.
— Blaise Pascal
Krieg ist ein Winterschlaf der Kultur.
— Friedrich Nietzsche
Es ist ein schöner Tag. Überall sehe ich die grüne Farbe, die Farbe der Hoffnung. Überall wie holde Wunder, blühen hervor die Blumen, und auch mein Herr will wieder blühen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Im wunderschönen Monat Mai als alle Knospen sprangen da ist in meinem Herzen die Liebe aufgegangen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Nur Dummköpfe und Spinnen produzieren aus sich selber heraus.
— Clemens Brentano
Freundschaft ist eine langsam wachsende Blume.
Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.
— Ernest Miller Hemingway
Wem seine Gesundheit lieb und teuer ist, biete das Mögliche auf, in reiner Luft seine Zeit zu verbringen.
— Sebastian Kneipp
Ein Strahl Sonne kann mehr wecken, als tausend Nächte zu ersticken vermögen.
— Carl Ludwig Schleich
Komm doch in den Garten, ich möchte gerne, dass meine Rosen Dich sehen…
— Richard Brinsley Sheridan
Wer die Freundschaft aus dem Leben verbannt, entfernt die Sonne aus der Welt
— Marcus Tullius Cicero
In einem Garten ging das Paradies verloren - in einem Garten wird es wieder gefunden
Der Bauer wünscht sich Regen, der Wanderer Sonnenschein.
Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.
— Wilhelm Raabe
Wie schön die Blätter älter werden. Voller Licht und Farbe sind ihre letzten Tage.
— John Burroughs
Willst Du das Glück kennen lernen, werde so still, dass Du das sich Öffnen der Blüte hörst.
Gute Vorsätze müssen durchaus nicht von Ohnmacht abzustammen scheinen, wenn sie gute Früchte tragen sollen. Kraft muss sie empfangen und gebären, Kraft muss sie erziehen und begleiten.
— Friedrich von Gentz
Der Winter geht nicht, ohne einen Blick zurück zu werfen.
Ein Verliebter betrachtet eine Blume mit anderen Augen als ein Kamel.
Alles, was Natur an Gutem schenken kann, schenkt sie uns in Fülle. Und dazu die Begabung, all das zu genießen
Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das grüne Blatt. (25. Nov.)
Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck und die Nachtigall. (14. April)
Hat St. Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä'n. (25. April)
Wenn die Gans das Wasser sieht, so zappelt ihr der Steiß.
Die See kann nicht mit einem Scheffel gemessen werden.
Die Natur schafft die Begabung, und das Schicksal hebt sie heraus.
— François de la Rochefoucauld
Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und misstrauisch und weiß sich im Glück nicht zu mäßigen.
— Nicolaus Machiavelli
Freunde gibt's genug, aber sie sind wie die Sonnenuhr, die solange ihren Dienst versieht, wie die goldene Sonne zu scheinen pflegt. Sobald aber die Sonne untergeht, ist auch bei ihr alles aus.
— Abraham a Sancta Clara
Wenn es beginnt zu tagen, die Erde dampft und blinkt, die Vögel lustig schlagen, dass dir dein Herz erklingt: Da mag vergehn, verwehen das trübe Erdenleid, da sollst du auferstehen in junger Herr …
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.
— Christian Friedrich Hebbel