Januar Sprüche
1553 Sprüche — Seite 25
Fabian im Nebelhut, tut den Bäumen gar nicht gut. (20. Jan.)
Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan. (20. Jan.)
Tanzen Fabian schon die Mücken, muss man den Kühen das Futter bezwicken. (20. Jan.)
Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an. (20. Jan.)
Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund. (21. Jan.)
Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag. (21. Jan.)
Wenn St. Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. (21. Jan.)
Wie das Wetter zu St. Vinzent war, wird es sein das ganze Jahr. (22. Jan.)
Zu Vinzent Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein. (22. Jan.)
St. Paulus Kält' mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein. (25. Jan.)
Je kälter unser Pauli und auch heller, desto voller werden Scheuer und Keller. (25. Jan.)
St. Julian zerbricht das Eis, bricht er's nicht, umarmt er es. (27. Jan.)
Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild. (30. Jan.)
Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter.
Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee. (06. Feb.)
Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da. (09. Feb.)
St. Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Apfel und Apfelwein. (12. Feb.)
St. Valentin friert's Rad mitsamt der Mühle ein. (14. Feb.)
Regnet es an St. Valentin, ist die halbe Ernte hin. (14. Feb.)
Hat's zu St. Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren. (14. Feb.)
Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage. (18. Feb.)
Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich. (18. Feb.)
Hat's in der Petersnacht gefroren, lässt uns der Frost dann ungeschoren. (22. Feb.)
Ist an Petrus das Wetter schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen sä'n. (22. Feb.)
St. Matheis wirft einen großen Stein ins Eis. (24. Feb.)
Wenn sich St. Walburgis zeigt, der Birnensaft nach oben steigt. (25. Feb.)
Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander. (26. Feb.)
War der Romanus hell und klar, bedeutet das ein gutes Jahr. (28. Feb.)
Singt die Lerch im Hornung hell, geht es dem Bauern um das Fell.
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras. (07. März)
Friert es am 40-Ritter-Tag, so kommen noch vierzig Fröste nach. (10. März)
An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind. (10. März)
Regen, den die 40 Märtyrer senden, wird erst nach 40 Tagen enden. (10. März)
Gregori zeigt dem Bauern an, ob im Feld er säen kann. (12. März)
Wenn Gregori fällt, heißt es die Saat bestellt. (12. März)
Lukretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht. (15. März)
Sieht St. Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß. (17. März)
St. Gertrud sonnig, wird es dem Gärtner wonnig. (17. März)
Gertraud den Garten baut. (17. März)
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein. (17. März)