Januar Sprüche
1553 Sprüche — Seite 19
Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.
— Robert Reinick
Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.
— Antoine de Rivarol
Die Kraft der Natur steckt auch in dir.
Das Huhn ist schlau und stellt sich dumm; beim Hahn, da ist es andersrum
Geht die Sonne auf im Westen, lässt der Bauer seinen Kompass testen.
Reinigt die Bäurin den Bauern die Pfeife, schmeckt der Tabak so komisch nach Seife!
Ist der Bauer ständig umnebelt von Dampf wächst auf seinen Feldern sicher Hanf.
Schraubt der Knecht am Traktor hin und her, gibt es bald wohl keinen Bauern mehr
2 Bauern gingen in den Wald, der Eine macht den Anderen kalt. Willst Du kalten Bauern seh'n, mußt Du in den Wald reingeh'n.
Fährt der Bauer raus zum Jauchen, wird er nachts ein Deo brauchen
Der geringe Schaden, welchen der Igel anrichtet, kann gegenüber dem von ihm gebrachten Nutzen kaum in Betracht kommen, zumal jener noch keineswegs genügend erwiesen ist.
— Alfred Edmund Brehm
Ein guter Hirt schert die Schafe, schindet sie aber nicht.
— Jean Baptiste Colbert
Kommt, lasst uns ausspazieren, zu hören durch den Wald die Vögel musizieren, dass Berg und Tal erschallt.
— Martin Opitz
Sieh das Lindenblatt, du wirst es wie ein Herz gestaltet finden. Drum sitzen die Verliebten am liebsten unter Linden.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Blume ist das Lächeln der Pflanze.
— Peter Hille
Wenn der Mensch keine anderen Fähigkeiten hätte, außer Rosen zu ziehen, so wäre er dennoch vollkommen!
— William Wilkie Collins
Die Liebe ist der Stoff der Natur, den die Vorstellungskraft gewoben hat.
— Georges-Louis Leclerc de Buffon
Die Größe und unendliche Weisheit des Schöpfers wird nur derjenige wirklich erkennen, der sich bestrebt, aus dem gewaltigen Buche, das wir Natur nennen, seine Gedanken herauszulesen
— Justus Freiherr von Liebig
Man knallt in das neue Jahr hinein, um sich über das alte nicht mehr zu erschrecken.
Zum neuen Jahr ein neues Herze, ein frisches Blatt im Lebensbuch. Die alte Schuld sei ausgestrichen und ausgetilgt der alte Fluch.
— Karl Friedrich von Gerok
Spät Rosen im Garten, lässt den Winter lange warten.
Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann. (19. Nov.)
Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt's noch sehr viel Schnee und Eis. (02. Feb.)
Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag. (06. Feb.)
Geh ohne Stab nicht in den Schnee und ohne Steuer nicht zur See, geh ohne Gebet und Gottes Wort niemals aus deinem Hause fort.
Frohes Gemüt kann Schnee in Feuer verwandeln.
Kein Fluss kann seine Quelle überstiegen - kein Volk besser sein als seine Frauen
Die Naturgesetze lehren uns, was möglich ist, aber nicht, was richtig ist
Zu Philip und Jakobi Regen, bedeutet viel Erntesegen. (01. Mai)
Glüh'n Johanniswürmchen helle, schöner Juni ist zur Stelle. (24. Juni)
Menschen essen alle Arten von Fischen, aber dem Hai machen sie einen Vorwurf daraus.
Nun laß den Sommer gehen, Laß Sturm und Winde wehen. Bleibt diese Rose mein, Wie könnt ich traurig sein?
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Sobald ein frisches Kelchlein blüht, es fordert neue Lieder; und wenn die Zeit verrauschend flieht, Jahrszeiten kommen wieder.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Abend rot, der Morgen grau, bringt das schönste Tagesblau.
Bricht vor Allerheiligen der Winter ein, so herrscht Martini Sonnenschein. (01. Nov.)
Stille haben wir von Natur aus im Herzen. Wir müssen nur unser Herz öffnen.
Natur hat weder Kern noch Schale, alles ist sie mit einem Male.
— Albrecht von Haller
Im Wachstum des Lebens hat jede Stufe ihre Vollendung: die Blüte sowohl als die Frucht.
— Rabindranath Tagore
So wie ein Blatt vom Baume fällt, geht ein Leben aus der Welt, die Vöglein singen weiter.
— Theodor Storm
Im neuen Jahr Glück und Heil. Auf Weh und Wunden gute Salbe. Auf groben Klotz ein grober Keil. Auf einen Schelmen anderthalbe.
— Johann Wolfgang von Goethe