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Sprüche über Geist

508 Sprüche — Seite 20

Was den Menschen über das bloß Gegebene hinausdenken lässt, wird seit jeher mit dem Geist verbunden. In ihm liegen Schärfe des Verstandes, schöpferische Vorstellung, Urteilskraft und jene Freiheit, die nicht nur reagiert, sondern entwirft. Darum ist dieses Thema von besonderer Tiefe für Kultur, Erkenntnis und Selbstverständnis.

Seine Größe zeigt sich nicht in Lautstärke, sondern in Klarheit, Weite und Unabhängigkeit des Denkens. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Einsamkeit und Genialität, Bildung und Einbildung und machen deutlich, wie viel Verantwortung in geistiger Kraft liegen kann.

  1. Das Wissen ist ein Schatz, aber dessen Ausübung ist der Schlüssel dazu.

    Thomas Fuller

  2. Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.

    Moritz Heimann

  3. Musik ist die Vermittlung des geistigen Lebens zum sinnlichen.

    Bettina von Arnim

  4. Wer sich beständig ausschlussweise mit den Büchern beschäftigt, ist für das praktische Leben schon halb verloren.

    Johann Gottfried Seume

  5. Phlegma, sei es körperlich oder geistig, ist ein sündhafter Zustand für den, der in Zeiten der Bildung lebt.

    Karl Friedrich Schinkel

  6. Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben.

    Thomas von Aquin

  7. Das Glück ist an und für sich Einbildungssache. Um glücklich zu sein muss man sich für glücklich halten.

    Giacomo Casanova

  8. Die Liebe öffnet den Geist und macht den Verstand klar.

    Niccolò Tommaseo

  9. Das Fleisch hat seinen eigenen Geist.

    Frank Wedekind

  10. Die Schwerkraft des Geistes lässt uns nach oben fallen

    Simone Weil

  11. Es geht mit den Kindern des Geistes wie mit den irdischen: sie wachsen, während sie schlafen.

    Hans Christian Andersen

  12. Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.

    René Descartes

  13. Jetzt muss der Geist von Weimar, der Geist der großen Philosophen und Dichter wieder unser Leben erfüllen.

    Friedrich Ebert

  14. Ein Tropfen Glück ist mehr als ein Fass Geist.

    Diogenes von Apollonia

  15. Nicht alle, die Bücher schreiben, haben Bücher gelesen

    Richard von Schaukal

  16. Der Weise angelt nur mit seinem eigenen Wert, mit keinem geringerem Köder.

    Ralph Waldo Emerson

  17. Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken.

    Karl Kraus

  18. Die Farbe ist der Ort, wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen. Darum erscheint sie den wahren Malern durchaus dramatisch

    Paul Cezanne

  19. Solange das Herz noch Erinnerungen bewahrt, bewahrt der Geist seine Illusion

    Francois René de Chateaubriand

  20. Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgend etwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten un …

    Sir Arthur Conan Doyle