520 Sprüche — Seite 5
Was den Menschen über das bloß Gegebene hinausdenken lässt, wird seit jeher mit dem Geist verbunden. In ihm liegen Schärfe des Verstandes, schöpferische Vorstellung, Urteilskraft und jene Freiheit, die nicht nur reagiert, sondern entwirft. Darum ist dieses Thema von besonderer Tiefe für Kultur, Erkenntnis und Selbstverständnis.
Seine Größe zeigt sich nicht in Lautstärke, sondern in Klarheit, Weite und Unabhängigkeit des Denkens. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Einsamkeit und Genialität, Bildung und Einbildung und machen deutlich, wie viel Verantwortung in geistiger Kraft liegen kann.
Möge Gott Dir immer geben, was Du brauchst: Arbeit für Deine fleißigen Hände, Nahrung für Deinen hungrigen Leib, Antworten für Deinen fragenden Geist, Freude und Liebe für Dein warmes Herz und F …
Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter. Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Handwerker. Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet …
— Franz von Assisi
Fühlst du dich von jemandem beleidigt; so stellst du dich geistig unter ihn.
Der Zufall bevorzugt den vorbereiteten Geist.
— Louis Pasteur
Nichts auf der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind
— Albert Einstein
Jeder Mensch schafft sich im Geiste eine Welt, in der er seinen Fähigkeiten nach im Mittelpunkt steht
— Kurt Tucholsky
Wenn die Gemeinheit Genie hat und der Anstand Talent, ist der Anstand verloren.
— Emil Gött
Geist zu haben hat den großen Nachteil, dass man fortgesetzt genötigt ist, ihn an halbe Narren zu verschwenden.
— Stendhal
Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als der Geist.
— François de la Rochefoucauld
Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden.
— Anselm Feuerbach
Die Frau ist die Gefährtin des Mannes, mit den gleichen geistigen Fähigkeiten begabt.
— Mahatma Gandhi
Bücher sind die Vermächtnisse, die ein großer Geist der Menschheit hinterläßt.
— Joseph Addison
Das Gesicht ist das Abbild des Hirns, die Augen sein Berichterstatter.
— Marcus Tullius Cicero
Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht zu können, solange ist es ihm unmöglich es zu tun.
— Baruch de Spinoza
Während man dem Geist immer mehr Nahrung gibt und die Köpfe erhellt, lässt man nicht selten das Herz erkalten.
— Gottfried Keller
Der menschliche Geist kann mit dem Körper nicht absolut zerstört werden, sondern es bleibt von ihm etwas übrig, das ewig ist.
— Baruch de Spinoza
Ein wirklich eigener Gedanke ist immer noch so selten wie ein Goldstück im Rinnstein.
— Christian Morgenstern
Es gibt keinen zuverlässigeren Beweis für Geistesgröße als wenn man sich durch nichts, was einem begegnen kann, in Aufruhr bringen lässt.
— Seneca
Die Gelegenheit bedarf eines bereiten Geistes.
— Louis Pasteur
Die Wahrheit ist die Sonne des Geistes
— Marquis de Vauvenargues