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Sprüche über Geist

508 Sprüche — Seite 2

Was den Menschen über das bloß Gegebene hinausdenken lässt, wird seit jeher mit dem Geist verbunden. In ihm liegen Schärfe des Verstandes, schöpferische Vorstellung, Urteilskraft und jene Freiheit, die nicht nur reagiert, sondern entwirft. Darum ist dieses Thema von besonderer Tiefe für Kultur, Erkenntnis und Selbstverständnis.

Seine Größe zeigt sich nicht in Lautstärke, sondern in Klarheit, Weite und Unabhängigkeit des Denkens. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Einsamkeit und Genialität, Bildung und Einbildung und machen deutlich, wie viel Verantwortung in geistiger Kraft liegen kann.

  1. Der Ungebildete sieht überall nur Einzelnes, der Halbgebildete die Regel, der Gebildete die Ausnahme.

    Franz Grillparzer

  2. Nichtstun ist die schwierigste Tätigkeit und zugleich diejenige, die am meisten Geist erfordert.

    Oscar Wilde

  3. Auch der Geist hat seine Hygiene, er bedarf, wie der Körper, einer Gymnastik

    Honoré de Balzac

  4. Noch nie war die Welt mit soviel Gehirn vollgestopft wie heute und noch nie so leer an Liebe und Ehrlichkeit.

    John Knittel

  5. Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt.

    Samuel Taylor Coleridge

  6. Je mehr wir in uns aufnehmen, um so größer wird unser geistiges Fassungsvermögen.

    Seneca

  7. Fast jeder hat Gefühl für die Natur, der eine mehr, der andere minder, aber nur wenig gibt es, die fühlen: Gott ist Geist.

    Vincent van Gogh

  8. Auf den Geist muß man schauen. Denn was nützt ein schöner Körper, wenn in ihm nicht eine schöne Seele wohnt.

    Euripides

  9. Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

    Ludwig van Beethoven

  10. Das Glück liegt nicht nur in den Ekstasen der Liebe, sondern auch in einer sehr tiefen geistigen Harmonie.

    Fjodor M. Dostojewski

  11. Glück ist gut für den Körper, aber Kummer stärkt den Geist.

    Marcel Proust

  12. Anmut des Leibes ist Anmut der Hülle. Anmut des Geistes ist Anmut der Fülle.

  13. Dein Geist gleicht einer Mauer, an der wechselnde Wolken vorüberziehen.

    Hildegard von Bingen

  14. Nichts macht einen zarteren und tieferen Eindruck auf den Geist des Menschen als das Beispiel.

    John Locke

  15. Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.

    Johann Peter Eckermann

  16. Wir nutzen nur 10 Prozent unseres geistigen Potentials.

    Albert Einstein

  17. Es ist ja das Ziel jeder Tätigkeit des Intellekts, ein "Wunder" in etwas zu verwandeln, was man begreifen kann.

    Albert Einstein

  18. Verzicht auf Denken ist geistige Bankrotterklärung.

    Albert Schweitzer

  19. Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so …

    Henri Poincaré

  20. Wir sind einander nah durch die Natur, aber sehr entfernt durch die Bildung.

    Konfuzius