Juli Sprüche
853 Sprüche — Seite 14
Dürfen darf man alles, man muss es nur können.
— Kurt Tucholsky
Die Sklaverei lässt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein der Freiheit gewährt
— Friedrich Georg Jünger
Stehen bleiben: es wäre der Tod, nachahmen: es ist schon eine Art von Knechtschaft, eigne Ausbildung und Entwicklung: das ist Leben und Freiheit.
— Leopold von Ranke
Was das Wollen selbst anbetrifft, so ist es unrichtig, wenn man sagt, dass es Gegenstand des freien Willens sei
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Der ist nicht wert des Weines, der ihn wie Wasser trinkt.
— Friedrich von Bodenstedt
Dem Kranken schmeckt selbst der Honig nicht, indessen der Gesunde auch noch Steine verzehrt.
Seit der Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt soviel wie die Natur verlangt.
— Benjamin Franklin
Ich hab in guten Stunden des Lebens Glück gefunden im edlen Gerstensaft.
— Frank Wedekind
Die Welt gehört, wie die Frauen, dem, der sie verführt, genießt und mit Füßen tritt.
— Giacomo Leopardi
Entspanne dich, lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön.
— Kurt Tucholsky
St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'. (09. Jan.)
Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.
— Kurt Tucholsky
Ein junger Mensch ist wie ein junger Most - der lässt sich nicht halten, der muss gären.
— Martin Luther
Glück besteht aus einem hübschen Bankkonto, einer guten Köchin und einer tadellosen Verdauung.
— Jean-Jacques Rousseau
Ein Mädchen und ein Gläschen Wein, sind die Retter in der Not, denn wer nicht trinkt und wer nicht küsst, der ist so gut wie tot.
— Johann Wolfgang von Goethe
Doppelt lebt, wer auch Vergangenes genießt.
— Martial
Das Leben leicht tragen und tief genießen, ist ja doch die Summe aller Weisheit.
— Wilhelm von Humboldt
Der Genuß schwerer Speisen beeinträchtigt das innere Gleichgewicht; man wird krank.
— Ferdinand Ebner
Schön Fleisch ist schwer vor den Fliegen zu bewahren
Nichts macht uns geneigter, an ein gutes Essen zu denken, als ein leerer Tisch.
— Alexandre Dumas
Regen am Margarethentag, sagt dem Hunger guten Tag. (20. Juli)
Wenn im Juli das Barometer fällt es gar oft am Boden zerschellt.
Wer kein Roß hat, der muss zu Fuß gehen.
Zieht ein Esel über Rhein, kommt ein I-ah wieder heim.
Klein Pferd, kleine Tagesreise. Langes Pferd, kurzer Ritt.
Wenn einer eine Krankheit kennenlernen will, soll er reisen.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Keine Eitelkeit ist lächerlicher als die der Leute, die aus Unruhe oder Neugierde auf Reisen gehen.
— Jean de la Bruyère
Wer Kenntnisse von seinen Reisen nach Hause bringen will, muss schon Kenntnisse mit sich führen, wenn er abreist.
— James Boswell
Wir empfangen die Weisheit nicht, wir müssen sie für uns selbst entdecken im Verlauf einer Reise, die niemand für uns unternehmen oder uns ersparen kann
— Marcel Proust
Zum rechten Sinn einer Reise gehört, dass sie etwas Mühe erfordert. Wirklich köstlich wird sie erst, wenn sie den Reiz des Abenteuerlichen hat. Die Handwerksburschen reisen immer noch am sinnvollsten. …
— Otto Julius Bierbaum
Geld genommen, um Freiheit gekommen.
Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, was über uns ist.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.
— Henrik Johan Ibsen
Wir sind um so freier, je mehr wir der Vernunft gemäß handeln, und um so mehr geknechtet, je mehr wir uns von der Leidenschaft regieren lassen.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Wie der Quirin so der Sommer. (30. März)
Ist es im April sehr trocken, geht der Sommer nicht auf Socken.
Der liebe Gott hat es gewollt, dass die Mück' uns stechen sollt'. Es wär zu schön auf dieser Welt, wenn die Mück' im Sommer fehlt.
Wenn der Mensch keinen Genuß mehr an der Arbeit findet und nur arbeitet, um so schnell wie möglich zum Genuß zu gelangen, so ist es nur ein Zufall, wenn er kein Verbrecher wird.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Freude treibt zum Genuß, Seligkeit zur Arbeit.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Ich bereue nichts, ich überdenke nichts, ich genieße alles.
— Charles Joseph Fürst von Ligne