Sprüche über Gefahr
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Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.
Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.
Niemand, der die Geschichte kennt, wird die Gefahren gering schätzen, die darin liegen, dass für Tagesruhm und Geld auch gewandte Redner jederzeit zu kaufen sind.
— Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke
Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.
— Jean Paul
Ein mächtiger Freund wird zum mächtigen Feind.
Man kann nicht für seinen Mut einstehen, wenn man nie in Gefahr gewesen ist
— François de la Rochefoucauld
Geldgier zieht Vernichtung nach sich.
— Else Pannek
Die Erde ist rund - aber man stößt sich an tausend Ecken.
— Martin Kessel
Das Leben stirbt, sobald es verglichen wird. Das Leben lebt erst jenseits des Grabes.
— Edward Young
Ich finde es richtig, dass man zu Beginn einer Jagd die Hasen und Fasane durch Hörnersignale warnt.
— Gustav Walter Heinemann
Tue nichts im Leben, was dich beschämt, wenn es dein Nachbar bemerken würde.
— Epikur
Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir. Du weißt es, dass sie lügt, und dennoch glaubst du ihr.
— Friedrich Rückert
Ein Fisch, so groß, dass er ein Schiff verschlingen kann, ist auf dem Trockenen nicht einmal den Ameisen gewachsen.
— Lü Bu We
Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen
— Blaise Pascal
Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unseren menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solcher Siege rächt sie sich an uns.
— Friedrich Engels
Jeder Mensch ist ein Abgrund. Man schaudert, wenn man hineinsieht.
— Georg Büchner
Groß Glück, große Gefahr.
Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu wissen. Nichts missglückt so schnell, als wenn man keine Schwierigkeiten sieht.
Die Kunst zu leben hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein muss.
— Mark Aurel
Was für ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den künftigen Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch vordringen?
— Plinius d. Ältere
Bevor man eine Leiter besteigt, sollte man sich vergewissern, ob sie an der richtigen Wand lehnt.
Schiffe stranden nur an Felsen, die Gott geschaffen hat.
— Gorch Fock