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Sprüche über Gefahr

532 Sprüche — Seite 16

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Jeder Aufstieg in große Höhen geschieht auf einer Wendeltreppe.

    Francis Bacon

  2. Bedürfnisse nur an dem Maße subjektiver Wünsche und Meinungen gemessen, ruinieren jede Wirtschaft.

    Richard Rothe

  3. Solange noch ein wenig gelacht wird, sind die Dinge in Ordnung. Sobald dieser höllische Ernst wie eine ölige See aufkommt, ist alles verloren.

    David Herbert Lawrence

  4. Verachtung ist das Gefühl eines vorsichtigen Mannes für einen Feind, der zu mächtig ist, um ihn gefahrlos zu bekämpfen.

    Ambrose Bierce

  5. Frauen die schlecht kochen und welche kein gemütliches Heim zu schaffen vermögen, treiben ihren Mann aus dem Haus und dem Schnapsteufel in die Arme

    August Oetker

  6. Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

    Jean Paul

  7. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen

    Christian Johann Heinrich Heine

  8. Ein Feind ist zu viel, hundert Freunde sind zu wenig.

  9. Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.

    Jean Paul

  10. Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.

    Mark Twain

  11. Der Reiche setzt eher sein Leben für seinen Reichtum als seinen Reichtum für sein Leben aufs Spiel.

    Frank Wedekind

  12. Hüte Dich vor wirrem Weltgewühle; ohne Staub kommt keiner aus der Mühle.

    Julius Sturm

  13. Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften. Die Welt ist voll Tricks und Betrug. Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.

  14. Frauen haben eine Vorrat von Bosheiten, die in Gutmütigkeit gehüllt, mit Wohlwollen verbrämt sind, dass man damit einen Heiligen in Verdammnis stürzen, einen Affen ernst machen und einen Dämon zum Ers …

    Honoré de Balzac

  15. Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand

    Hugo von Hofmannsthal

  16. Bei der Erfassung der richtigen Entscheidungen stehen meistens zwei Dinge im Gegensatz dazu: Die Eile und der Zorn.

    Thukydides

  17. Vernachlässige nicht dein eigenes Feld, um das eines anderen zu jäten!

  18. Der Genuß schwerer Speisen beeinträchtigt das innere Gleichgewicht; man wird krank.

    Ferdinand Ebner

  19. Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.

    Oscar Wilde

  20. Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrund.

    Friedrich Nietzsche